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Kritik
06/04/2021

"Sweet Tooth" auf Netflix: Ein Bub mit Geweih in der Post-Apokalypse

Ein ungewöhnlicher Held ist bei Netflix im Einsatz.

von Nina Oberbucher

Blumen sind nicht immer Grund zur Freude. In der neuen Serie „Sweet Tooth“ (ab heute, Freitag, bei Netflix) stehen sie gar für den Weltuntergang. Denn wo blaue Blüten auftauchen, ist auch jene Seuche nicht weit, die einen großen Teil der Menschheit getötet hat. Zur gleichen Zeit wurden Babys geboren, die halb Mensch und halb Tier sind. Weil nicht klar ist, ob die Hybride etwas mit dem Virus zu tun haben, wird kurzerhand Jagd auf sie gemacht.

Deshalb lebt auch der junge Gus (Christian Convery) mit seinem Vater versteckt im Wald. Der bringt dem Sohn, der über Hirschgeweih und -ohren verfügt, nicht nur Lesen und Schreiben bei, sondern auch, dass man sich versteckt, wenn Menschen auftauchen. Doch das Schicksal führt Gus mit dem Einzelgänger Jepperd (Nonso Anozie) zusammen und die beiden begeben sich auf eine Reise durch die spektakuläre Landschaft (gedreht wurde in Neuseeland).

Der aufgeweckte Gus und der grimmige Jepperd geben ein unterhaltsames Duo ab, das von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Es ist eine märchenhafte, warmherzige Erzählung über Vorurteile und Freundschaft, die im starken Kontrast zum düsteren und weniger überzeugenden Handlungsstrang rund um Dr. Singh steht – ein Arzt, der versucht, seine infizierte Frau zu heilen und ihre Symptome vor der Nachbarschaft zu verbergen. Denn Erkrankte werden hier nicht freundlich behandelt.

„Sweet Tooth“ ist keine Antwort auf die Pandemie. Die Dreharbeiten an der Adaption des gleichnamigen DC-Comics von Jeff Lemire begannen bereits 2019. Die Macher – Marvel-Darsteller Robert Downey Jr. und seine Frau Susan Downey sind ausführende Produzenten – wollten der Geschichte mehr Leichtfüßigkeit geben als in der Vorlage. Das ist beim Plot um Gus gelungen. Wie groß das Interesse an Pandemie-Content ist, bleibt fraglich.

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