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Kritik
05/14/2021

"Jupiter's Legacy" auf Netflix: Pathetische Superhelden

Der gealterte Utopian sucht eine Nachfolge für den Kampf gegen das Böse. Viel Neues bietet die Serie Fans von Superheldenserien nicht.

von Nina Oberbucher

Ob in der Küche oder im Kampf: Die Mähne des Sheldon Sampson (Josh Duhamel) sitzt. Wäre ja auch zu ärgerlich, müsste sich der unter dem Namen Utopian bekannte Superheld mit herumfliegenden Haarsträhnen ärgern. In „Jupiter’s Legacy“ (zu sehen bei Netflix) hat er schließlich Wichtigeres zu klären. Etwa die Nachfolge im Kampf gegen das Böse. Denn die Jüngsten sind Sheldon und seine ebenfalls mit Superkräften ausgestattete Frau Grace (Leslie Bibb) nicht mehr.

Doch Sohn Brendan (Andrew Horton) kann den hohen Erwartungen des Vaters nicht gerecht werden und Tochter Chloe (Elena Kampouris) versucht es erst gar nicht, sondern experimentiert lieber mit Alkohol und Drogen. Dabei hat Papa Utopian ihnen doch so oft erklärt, was auch Spider-Man schon wusste: „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.“ Aber die Konflikte in der Familie gehen tief.

Die achtteilige Serie, basierend auf den Comics von Mark Millar (von dem auch „Kick-Ass“ und „Kingsman“ stammen), ergründet diese mit Zeitsprüngen in die Vergangenheit, ins Amerika der 20er-Jahre. Da geht das Stahlimperium der Sampsons den Bach runter und Sheldon und sein Bruder Walter (Ben Daniels) müssen sich überlegen, wie sie das Erbe ihres Vaters am besten fortführen.

Ein ähnlicher Konflikt wiederholt sich also eine Generation später. So, wie sich hier vieles wiederholt, was man in Superheldenserien in den vergangenen Jahren bereits gesehen hat.

„Jupiter’s Legacy“ fehlen jedoch etwa der Charme von „The Umbrella Academy“ (Netflix) oder die Härte von „The Boys“ (Amazon Prime Video). Stattdessen gibt es hier viel Pathos. Die Serie ist dabei nicht durchwegs langweilig. Die Macher wissen, wie man Superhelden durch Glasfronten krachen lässt und Cliffhanger einsetzt. Bei der Fülle an starker Konkurrenz braucht es aber mehr, um hervorzustechen.

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