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69. Song Contest: EBU droht Spanien wegen Israel-Kommentar mit Strafe

ESC-Kommentatoren hatten die Toten des Gazakrieges angesprochen - und wollen das auch während des Finales tun.
Eine Frau hält eine israelische Flagge in die Höhe.

Die Polemik um die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest unter dem Eindruck der israelischen Militäroffensive im Gazastreifen spitzt sich wenige Stunden vor dem heutigen ESC-Finale in Basel erneut zu. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) droht dem spanischen Staatsfernsehen RTVE mit Geldstrafen, sollten dessen Kommentaren während dem heutigen Finale erneut den Gaza-Konflikt ansprechen. Das berichtet am Samstag die spanische Tageszeitung El País.

Kommentatoren verwiesen auf die 50.000 Toten des Gazakrieges

Zuletzt erwähnten die beiden RTVE-Kommentatoren im zweiten ESC-Halbfinale am Donnerstag, dass Israel mit Yuval Raphael eine Überlebende des von der palästinensischen Terrororganisation Hamas begangenen Massakers ins Rennen schickt. Die Terrormiliz tötete am 7. Oktober 2023 mehrere Hundert Besucher eines Musikfestivals in dem grenznahen Gebiet zu Gaza. Das Massaker provozierte eine israelische Militäroffensive und Belagerung des Gazastreifens.

Wie die spanischen ESC-Kommentatoren erwähnten, forderte die israelische Offensive bereits 50.000 zivile Oper, von denen laut Angaben der Vereinten Nationen mehr als 15.000 Kinder sind. Zudem erinnerten sie an den Antrag ihres Senders, eine öffentliche Diskussion über einen möglichen Ausschluss Israels zu eröffnen.

Spanien verteidigt Sprecher

Die Europäische Rundfunkunion, welchen den Eurovision Song Contest veranstaltet, erinnerte Spanien jedoch daran, dass alle Kommentatoren der öffentlich-rechtlichen Übertragungssender sich an die Richtlinien halten müssten, die "politische Äußerungen verbieten, welche die Neutralität des Wettbewerbs gefährden könnten". Spanien verteidigte seine Kommentatoren und seine Position und ließ durchblicken, auch im heutigen ESC-Finale Israels Militäroffensive anzusprechen. RTVE erinnerte überdies daran, dass auch Russland seit seinem Angriffskrieg auf die Ukraine vom ESC-Wettbewerb ausgeschlossen ist.

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Sie leitet die Chronik im KURIER, er das Kultur-Ressort. Sie kann sich für das Spekakel namens ESC sehrwohl begeistern, er glaubt sich höheren Ansprüchen verpflichtet. Gemeinsam werfen Agnes Preusser und Georg Leyrer täglich einen Blick auf den Song Contest in ihrer Heimatstadt. Heute: ein Pro und Contra zu der Frage: Sind wir so?
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