"Snowpiercer" auf Netflix: Menschenfleisch in der Nudelsuppe

Jennifer Connelly als Zugchefin, Daveed Diggs als Ex-Polizist in der Netflix-Serie "Snowpiercer"
Bong Joon-hos Film-Hit über einen Zug, der durch die Eiszeit rast, wurde zur Serie verdünnt: Mördersuche statt Klassenkampf.

Spätestens mit seinem Oscargewinn für „Parasite“ machte sich Regisseur Bong Joon-ho einen breitenwirksamen Star-Namen. Doch schon seine Vorgängerwerke zeigten längst jene inszenatorische Treffsicherheit, mit der sich der Südkoreaner in die erste Liga des sozialkritischen Unterhaltungskinos katapultiert hatte. Sein postapokalyptischer Thriller „Snowpiercer“ von 2013 ist ein gutes Beispiel. Basierend auf einer französischen Graphic Novel erzählte Bong vom Kampf zwischen den Gesellschaftsschichten innerhalb eines Zuges, der in rasendem Tempo den Erdball umkreist. Aussteigen kann niemand, denn draußen herrscht aufgrund der Klimakatastrophe eine neue Eiszeit. Die vorderen Luxus-Waggons sind den Reichen und Privilegierten vorbehalten, in den hinteren Waggons hausen die niederen Schichten.

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