Die neue Sky-Serie "Gangs of London" mit Joe Cole (Mitte) als Gangsterboss Sean und Michelle Fairley (rechts, "Game Of Thrones") als dessen Mutter

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Kritik
07/24/2020

Sky-Serie "Gangs of London": Schönes Blutvergießen

Die brutale britische Gangster-Serie mit Joe Cole ist nichts für schwache Nerven. So manches kommt einem aber bekannt vor.

von Nina Oberbucher

Die Skyline der britischen Hauptstadt hängt verkehrt, zumindest aus der Sicht jenes Mannes, der kopfüber an einem Seil von einem Wolkenkratzer baumelt. Er soll aber nicht einfach nur in die Tiefe gestürzt werden – sein Widersacher überschüttet ihn zusätzlich noch mit Benzin und zückt dann ein Feuerzeug.

Diese brutale Einstiegsszene von „Gangs of London“, nun bei Sky zu sehen, kommt einem nach der eineinhalbstündigen Auftaktepisode nicht mehr sonderlich schockierend vor.

Die britische Serie, die auf dem gleichnamigen Computerspiel basiert, erzählt von den Machenschaften der Londoner Unterwelt. Mehrere Gangs gehen dort relativ friedlich ihren Geschäften nach. Doch als Obermafioso Finn Wallace getötet wird, gerät das fragile Gleichgewicht zwischen den Banden in Gefahr. Finns Sohn Sean (Joe Cole, "Peaky Blinders") schwört Rache und die fällt blutrünstig aus.

Besonders tut sich bei der Suche nach dem Mörder ein gewisser Elliot Finch (Sope Dirisu) hervor, der sich so Seans Vertrauen erkämpfen will – im wahrsten Sinne.

Man sieht in einer ausgedehnten Pub-Schlägerei, wie Aschenbecher in Gesichtern verschwinden und Dartpfeile zu Stichwaffen werden. Die vielen blutigen Kampfszenen sind nichts für schwache Nerven, aber so detailreich choreografiert, dass sie fast wieder schön sind.

Was Neo-Gangsterboss Sean nicht ahnt: Der ehrgeizige Elliot arbeitet in Wahrheit für jemand anderen. Und auch die übrigen Gangs, die behaupten zu helfen, sind eigentlich nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht.

Wie in anderen Gangster-Serien gibt es hier viele griesgrämig dreinblickende Männer (selten auch mal eine Frau wie "Game Of Thrones"-Star Michelle Fairley als Seans Mutter), die ins Leere starren und erklären, wie wichtig ihnen die Familie sei. Auch anderes kommt einem ziemlich bekannt vor.

„Gangs of London“ ist eine hochwertige Produktion, aber leider nicht übermäßig innovativ.

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