Gehen auf eine ungeplante Reise: Rocker Lucky (Tim Minchin)  und Teenager Meg (Milly Alcock) in der Serie "Upright"

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Kritik
08/14/2020

Serie "Upright": Mit dem Klavier durch die Wüste

Ein schräger Roadtrip durch Australien. Und ja, da kommen Schlangen vor.

von Nina Oberbucher

Geschnauft wird in dieser Serie öfter. Eh klar, bei der staubigen Hitze der australischen Wüste, in der sich der Großteil der Handlung abspielt.

"Upright", seit dieser Woche bei Sky zu sehen, erzählt in acht Folgen von einem schrägen Roadtrip. Jede Episode beschreibt dabei einen Tag dieser seltsamen Reise. Der australische Comedian, Musiker und Autor Tim Minchin war nicht nur bei Drehbuch und Regie beteiligt, sondern spielt gleichzeitig auch die Hauptrolle – den verpeilten Rocker Lucky.

Der ist auf dem Weg durch die australische Einöde, von Sydney nach Perth, fast 4.000 Kilometer mit dem Auto. Auf seinem Anhänger transportiert er ein Klavier. Warum er das tut, erschließt sich erst nach und nach durch Rückblenden: Er fährt mit dem Instrument zu seiner todkranken Mutter. Panikattacken inklusive.

Eine Reisebegleitung hatte Lucky für diesen emotionalen Trip eigentlich nicht eingeplant, aber genauso wenig hatte er beabsichtigt, einen Autounfall zu verursachen.

So kommt es, dass er mit der aufmüpfigen Meg (Milly Alcock) in deren Pick-up weiterfahren muss. Die 16-Jährige ist das genaue Gegenteil von Lucky und tut am liebsten Dinge, die er für absolut nervtötend hält. Sie singt gerne und flucht laut, ist spontan und meinungsstark. Auch Meg fährt natürlich nicht aus Spaß an der Freude durch die Wüste, sondern hat Gründe, die man erst häppchenweise erfährt.

Das alles ist nicht wahnsinnig neu, Roadtrips mit ungleichen Duos hat man bereits zuvor gesehen.

Aber Minchin und Alcock geben ein überzeugendes und äußerst unterhaltsames Vater-Tochter-(ähnliches)-Gespann.

Wie es sich für das Genre gehört, stolpern die beiden von einem Missgeschick ins nächste. Sie zetteln eine Schlägerei mit einer Biker-Gang an, Lucky wird von einer Schlange gebissen. Und das, obwohl er doch ganz stillgehalten und sich nicht bewegt hat. Ziemlich frech von der Schlange, findet er.

Meg erinnert mit ihrer Schlagfertigkeit und ihrer kriminellen Energie ein wenig an eine optimistische Version von Alyssa aus der Netflix-Serie "The End Of The F***ing World" – und rettet die beiden damit aus Situationen, in denen Lucky zu lethargisch ist.

Etwa als er seine Pillen gegen Panikattacken verliert und erfolglos versucht, einem Arzt zu erklären, dass er nicht tablettensüchtig sei und nach der Fahrt zu seiner Familie in Perth wieder aufhört. "Sie hören nicht auf", ist sich der Arzt sicher. "Ich war mal in Perth."

Neben diesen humorvollen Momenten gibt es natürlich auch schwermütigere. Trotzdem geht man gern mit den beiden auf die Reise.

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