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Kultur Medien
10/14/2021

Neue "Sisi"-Serie: Genremix mit viel Sex und baltischem Bad Ischl

Die neue RTL/ORF-Serie über Kaiserin Elisabeth feierte diese Woche Premiere, zwei weitere Sisi-Projekte folgen.

von Nina Oberbucher

Fast 66 Jahre ist es her, dass Romy Schneider und Karlheinz Böhm in „Sissi“ erstmals die Zuseherinnen und Zuseher begeisterten, nun gibt es kaiserlichen Nachschub: Gleich drei Produktionen beschäftigen sich mit dem Leben von Elisabeth. Eine davon, die sechsteilige Serie „Sisi“, feierte nun bei der Fernsehmesse Mipcom in Cannes Premiere.

In den Rollen des Kaiserpaars zu sehen: die gebürtige Schweizerin Dominique Devenport und der deutsche Schauspieler Jannik Schümann.

Die ersten beiden Episoden, die die Geschichte vom Kennenlernen bis zur Hochzeit erzählen, präsentieren sich recht bunt: Vor kitschiger Märchenlandschaft (Bad Ischl wurde im Baltikum gedreht) treffen Sisi und Franz einander das erste Mal und verlieben sich Hals über Kopf. Später wird sie fast von ungarischen Aufständischen entführt, doch Franz darf in letzter Sekunde zur Rettung im nebligen Wald herbeieilen. Ein großes Thema ist Sex: Bereits in der ersten Szene wird Sisi beim Masturbieren erwischt. Später holt sie sich in einem Bordell Tipps, um ihren künftigen Gatten zu beglücken ...

Ein gewisser Einfluss der Netflix-Serie „Bridgerton“, die mit ihren Sexszenen für Gesprächsstoff sorgte, sei nicht zu leugnen, erzählt Regisseur Sven Bohse. Die neue „Sisi“-Produktion sei ein „Genremix“: Man habe sich „die Freiheit des Fiktionalen genommen und eine eigene Welt mit eigenen Regeln und Gesetzen entworfen“. Historiker kämen beim Anblick der durchmischten Baustile jedoch vermutlich „aus dem Schimpfen nicht mehr raus“, wie Bohse schmunzelnd anmerkt.

Die Serie läuft Ende des Jahres beim Streamingdienst TVnow (der dann bereits RTL+ heißen wird), 2022 wird „Sisi“ im ORF zu sehen sein (Für den Weltvertrieb verantwortlich ist die Beta Film, Kooperationspartner ist die Wiener Satel Film). In Cannes wurde die Produktion in zahlreiche Länder verkauft, eine zweite Staffel ist schon fixiert. „Ich wünsche mir, dass sich die Leute vom Klassiker befreien können und nicht das Gefühl haben, dass wir ihn übertrumpfen oder uns damit vergleichen wollen“, so Hauptdarstellerin Devenport, die die neue Sisi als „menschlicher“ und „realistischer“ empfindet.

Wie die anderen neuen Kaiserinnen sind, wird sich spätestens nächstes Jahr herausstellen: Da erscheint Marie Kreutzers Kinofilm „Corsage“ mit Vicky Krieps und Florian Teichtmeister (einen ersten, sehr kurzen Clip gibt es bereits auf Youtube). 2022 soll auch die Serie „The Empress“ mit Devrim Lingnau und Philip Froissant bei Netflix erscheinen.

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