Stermann, Grissemann

© Kurier / Franz Gruber

Kultur Medien
11/08/2021

Hohe Infektionszahlen: Doch kein Publikum bei "Willkommen Österreich"

Stermann und Grissemann werden nicht, wie geplant, Zuschauer empfangen. Bei „Dancing Stars“ soll hingegen weiterhin Publikum anwesend sein.

von Peter Temel

Die vierte Corona-Welle hat Österreich voll erfasst - trotz der breiten Verfügbarkeit von Impfstoff. Für Fernsehshows mit Studiopublikum ist das eine Herausforderung.

„Um die Produktionssicherheit weiterhin bestmöglich sicherstellen zu können, werden die weitreichenden Maßnahmen aktuell adaptiert“, heißt es beim ORF auf KURIER-Anfrage. In besonders sensiblen Bereichen gelte mittlerweile sogar 1-G plus, eine Impfung ist dort also unbedingt erforderlich und muss mit einem tagesaktuellen Test kombiniert werden.

"Plus" ist das Zauberwort

Der Mindeststandard für externes Publikum ist 2-G plus. Das heißt: Wer geimpft oder genesen ist, muss auch noch tagesaktuell getestet sein. „Über die Anzahl der am Produktionsort zugelassenen Personen wird individuell und situationsbezogen entschieden“, heißt es.

„Bei ‚Dancing Stars‘ sind weiterhin in bekanntem Umfang tagesaktuell getestete und durch Impfung vollimmunisierte Personen im Studio zugelassen.“ Bei der Tanzshow, die nun in die entscheidende Phase geht, ist das also ein ausgewähltes Publikum - bestehend aus „Family and Friends“ und einigen Komparsen - für das 1-G plus gilt. Der Ballroom gilt somit als "besonders sensibler Bereich".

Planungen für Publikum im "WÖ"-Studio

Dirk Stermann und Christoph Grissemann kündigten vergangene Woche in ihrer Late Night Show „Willkommen Österreich“ an, dass ab der Aufzeichnung am 15. November nach 59 Ausgaben wieder ein größeres Studiopublikum anwesend sein wird. „Weil es die Zahlen offensichtlich wieder zulassen“, scherzte Stermann. Christoph Grissemann hielt daraufhin ein Buch mit dem Titel „Dummheit“ in die Kamera.

Kein Scherz war allerdings, dass die Tombolas für die Vergabe der Gratiskarten bereits gestartet wurden. Laut ORF hatte sich der externe Produzent dazu entschieden, "in Abstimmung mit dem ORF unter Anwendung der 2-G-plus-Regel und weiterer strenger Sicherheitsmaßnahmen bei der TV-Produktion ausgewählte Gäste im Studio zuzulassen.“

Ein Spielen vor maskiertem Publikum kam laut der Produktionsfirma Superfilm aus künstlerischen Gründen nie in Frage. 2-G plus hätte es nun möglich machen sollen, 200 Personen im Studio ohne Maske zu platzieren.

Reißleine gezogen

Am Montag wurde nun die Reißleine gezogen. "Aufgrund der steigenden Infektionszahlen hat sich die Produktionsfirma dazu entschieden, bis auf Weiteres bei 'Willkommen Österreich' auf Studiopublikum zu verzichten", wie der ORF auf KURIER-Anfrage erklärte.

Produzent John Lueftner sagt dazu: „Es fühlen sich gerade nicht alle wohl damit, und es muss nicht sofort wieder Publikum da sein. Aber wir haben großes Interesse daran. Sowohl für die Hosts, als auch für die Ehrengäste ist es lustiger mit Applaus.“

Die angekündigte Vorgehensweise hält Lueftner für seriös. Und er kündigt an: „Sobald sich alle wohlfühlen, legen wir los.“

Grissemann kann am Dienstag immerhin vor einem maskierten Publikum im Rabenhof auftreten – bei der Wien-Premiere des neuen Bühnenprogramms „Buh!“ mit  Schauspieler Christian Dolezal.

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