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Kritik
07/16/2021

HBO-Serie "The White Lotus": Wenn der Traumurlaub zum Desaster wird

Eine unterhaltsame und treffende Satire über die Reichen und Schönen bei Sky.

von Nina Oberbucher

Hotelgäste sind wie Kinder, und am liebsten wären sie Einzelkinder, um die sich die ganze Aufmerksamkeit dreht, weist der viel zu breit grinsende Hotel-Manager Armond (Murray Bartlett) seine Mitarbeiter ein: Am besten verschwindet man als Servicekraft hinter einer Maske, zeigt wenig Persönlichkeit, bleibt vage.

Gerade ist wieder ein Schwung reicher, weißer Touristen im "The White Lotus" auf Hawaii angekommen, die sich einen sorgenfreien Urlaub erhoffen und von Armond und seinem Team umsorgt werden wollen. Doch anstelle von Entspannung wartet im Paradies ein Desaster – zumindest für einige von ihnen. Schon in der ersten Szene der sechsteiligen HBO-Serie „The White Lotus“ (bei Sky zu sehen) erfahren die Zuseher, dass jemand sterben und am Ende eine Leiche in ein Flugzeug verfrachtet wird.

Zu Beginn der Urlaubswoche ist noch alles rosig. Unter den Neuankömmlingen im Resort: der prätentiöse Schnösel Shane Patton (Jake Lacy) und die an sich zweifelnde Journalistin Rachel (Alexandra Daddario), die sich scheinbar erst auf ihren Flitterwochen richtig kennenlernen und einige Differenzen entdecken.

Die ebenso konservative wie erfolgreiche Geschäftsfrau Nicole Mossbacher (Connie Britton) reist mit ihrem verträumten Ehemann Mark (Steve Zahn), ihrem bildschirmsüchtigen Sohn Quinn (Fred Hechinger), ihrer scharfzüngigen Tochter Olivia (Sydney Sweeney) sowie deren Freundin Paula (Brittany O’Grady), die beide am liebsten über ihre Mitmenschen urteilen.

Und dann wäre da noch die überdrehte Tanya McQuoid (großartig: Jennifer Coolidge, bekannt als Stiflers Mum aus „American Pie“), die Spa-Chefin Belinda (Natasha Rothwell) ordentlich fordert.

Auch, wenn Armond seinem Team stets Zurückhaltung predigt – er selbst ist mit allen Wassern gewaschen: Sein Hickhack mit dem verwöhnten Shane gehört zu den Highlights von „The White Lotus“. Denn von den Reichen und Schönen will sich Armond nicht einfach herumkommandieren lassen.

Serienschöpfer und Regisseur Mike White ist eine unterhaltsame und treffsichere Gesellschaftssatire gelungen, in der die Protagonisten zu theatralischer Musik nach und nach ihr wahres Ich offenbaren – und das nicht unbedingt zu ihrem Vorteil. 

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