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Kultur Medien
09/10/2019

Franziska Knuppe über "Austria's Next Topmodel"

Ab Dienstag zicken und posen zehn Kandidatinnen auf Puls4 (20.15) um den Sieg. Moderiert wird die neue Staffel von "Austria's Next Topmodel" von Franziska Knuppe.

von Marco Weise

Das ehemalige deutsche Topmodel Franziska Knuppe (44) macht ab heute – immer dienstags um 20.15 Uhr auf Puls4 – einen auf „Modelmama“. Die neue und neunte Staffel von „Austria's Next Topmodel“ wurde in Südfrankreich gedreht und hat inhaltlich einige Neuerungen zu bieten. So nehmen bei der diesjährigen Ausgabe der Castingshow wieder ausschließlich Frauen teil. Die Boys wurden also aus der Sendung verbannt.

Trotzdem wird in der Auftaktsendung ein Mann in den Mittelpunkt gerückt: Der zweifache Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen. Der Finne wird die Models aber nicht souverän von A nach B chauffieren, sondern mit ihnen posen. Dabei fließen die ersten Tränen. Nein, nicht etwa weil sich Häkkinen so patschert vor der Kamera anstellt, sondern weil eine Kandidatin das ihr zugeteilte Outfit verweigert. Professionell geht anders.

So sieht das auch Franziska Knuppe im KURIER-Interview: „Wenn sich ein Model am Set so verhält, die Drama-Queen gibt und sich weigert, ein Outfit zu tragen, dann geht das natürlich gar nicht. Denn wenn ein Kunde ein Model bucht und dafür bezahlt, entweder für Laufsteg oder eine Kampagne, kann man sich nicht einfach hinstellen und sagen: ,Das gefällt mir nicht’. Dann bucht der Kunde das Mädchen nie wieder.“

Franziska Knuppe wurde vor 22 Jahren von Modemacher Wolfgang Joop in einem Café entdeckt. Sie war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort. Das können aber nicht alle sein. Daher gibt es Modelagenturen, bei denen man sich bewerben kann. Warum sollte daher ein junges Mädchen ausgerechnet bei einer Castingshow mitmachen? „Durch eine Castingshow hat man schneller eine höhere Aufmerksamkeit und kann, wenn man es richtig anstellt auch schneller zu einer tollen Modelkarriere verhelfen“, weiß Knuppe, die seit über 20 Jahren gut im Geschäft ist.

Entscheidungsfindung

„Austria’s Next Topmodel“ sollte „ein tolles Gesicht, die richtige Größe und natürlich eine gute Figur mitbringen. Besonders wichtig ist aber auch Ausstrahlung und ihre Persönlichkeit“, sagt Knuppe. Immer wichtiger werde auch die Selbstvermarktung von Models auf Instagram und Co. „Für Kunden spielt das bei der Entscheidungsfindung mittlerweile als Faktor hinzu“, bestätigt Knuppe. Sie warnt in diesem Zusammenhang aber vor einem falschen Schönheitsideal, das dadurch vermittelt wird: Die mit Filtern bearbeitete Bilder würden die Selbstwahrnehmung stören.