Lisa Kudrow als faktenresistente Sprecherin der Republikaner in "Death to 2020"

© SAEED ADYANI/NETFLIX

Kritik
01/08/2021

„Death to 2020“: Ein Jahresrückblick, den man abhaken kann

Die "Black Mirror"-Schöpfer blicken auf Netflix noch einmal auf das vergangene Jahr zurück. Will man das?

von Nina Oberbucher

Will man das Jahr 2020 wirklich noch mal Revue passieren lassen? Warum nicht – wenn es ein Rückblick der „Black Mirror“-Macher ist, der Spezialisten für Dystopien und verrückte Zukunftsszenarien, könnte das durchaus sehenswert sein. Mit „Death to 2020“ haben Charlie Brooker und Annabel Jones bei Netflix ein Comedy-Event angekündigt, über ein Jahr, das selbst sie sich „nicht ausdenken“ hätten können und das jeder „einfach nur abhaken“ will, wie es im Teaser heißt.

Dafür haben sie eine Mockumentary gewählt, eine vermeintliche Doku, erzählt von gelungenen, schrägen Charakteren: Da wäre Lisa Kudrow als faktenresistente Sprecherin der Republikaner, Diane Morgan als „eine der durchschnittlichsten Personen“, Hugh Grant als durchgeknallter Professor oder „Stranger Things“-Star Joe Keery als selbstverliebter Influencer.

Die sind alle höchst vergnüglich anzusehen. Das Problem sind die Beiträge dazwischen: reale Bilder von 2020, über die man mithilfe der schrulligen Protagonisten zwar lachen sollte. Aber das Lachen bleibt einem eher im Hals stecken. Denn es war nichts wirklich witzig an diesem Jahr – und nur, weil man sich das alles noch mal ansieht, wird es nicht unterhaltsamer.

Einen Erkenntnisgewinn bringt „Death to 2020“ leider auch nicht. Außer, dass man Jahresrückblicke vielleicht abhaken sollte.

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