© Piper Ferguson

Kultur
06/18/2019

Gemischte Platte - mit Sonic Youth, Calexico and Iron & Wine

Neue Musik aus unterschiedlichen Genres. Diesmal mit einem raren Live-Album von Sonic Youth, einer Zuammenarbeit zwischen Calexico und Iron & Wine sowie Punk aus dem Mostviertel. Abgehört von Marco Weise.

Franz Fuexe: >Musik
Franz Fuexe kommen aus dem Mostviertel, sind laut, brutal  und haben viele  Anliegen.  Ihre  Botschaften („Arbeiter horcht“) unter anderem gegen das Spießertum verbreiten  sie in spritzigen Dreiminütern. Da werden verbale Dialekt-Gnackwatschen  verteilt und  darf die Gitarre unvernünftig  klingen.
Das ist Punk gegen Rechts, gegen oasch.

 

Gospel Dating Service: Sun Over Moon
Der Name täuscht: Mit Gospel hat das Wiener Trio nichts am Hut. Stattdessen liefert man gefälligen, stückweise zu aufgeblasenen und stürmischen Indie-Rock mit Funk.

Natascha P.: Adler Rap
Die  auf dem Wiener Label Seayou Records ihr Debütalbum veröffentlichende Hamburgerin  beschreibt sich als Anarchistin,   die gerne Ingeborg Bachmann Gedichte in ihrer Freizeit liest. Ähnlich  geht es in ihren Songs zur Sache, in denen  sie zu dystopischen Beats  im Nina Hagen-Idiom ihren  lyrischen Frust ablässt. Eh ganz brauchbar.

Sonic Youth: Battery Park, NYC 2008
Wenn man die New Yorker Meister des melodischen Lärms schon nicht mehr live erleben kann (die Band löste sich 2011 auf), dann ist  dieser  soeben veröffentliche Konzert-Mitschnitt aus dem Jahr 2008 wenigstens ein  kleiner Trost. Die Aufnahme  umfasst Hits wie „Bull in the Heather“ und  liefert  einem  Live-Feeling ins Wohnzimmer.

Calexico  and Iron & Wine: Years To Burn
Sie haben wieder zueinander gefunden: Calexico und Iron & Wine sind 15 Jahre nach ihrer ersten gemeinsamen EP „In the Reins“ erneut  zusammen ins Studio gegangen. Aufgenommen wurde  „Years to Burn“, das acht Songs umfasst, in Nashville. Sam Beam alias Iron & Wine war dabei Dreh-und Angelpunkt: Der Großteil der Songs stammt aus seiner Feder, was kaum zu überhören ist. Soll heißen: Die Calexico-Gründer Joey Burns und John Convertino streuen mit Trompeter Jacob Valenzuela zwar   ihren  feurigen Mariachi-Sound ein, aber „Years To Burn“ ist mehr Folk als Rock. Mehr Schonkost als Schweinsbraten. Soll sein. Vor allem, wenn das – wie im Fall  von „Midgnight Sun“ – so überzeugend klingt.

Tipp: Calexico und Iron & Wine spielen am 28. 7.  im Konzerthaus Wien,  am 10. 11. im Linzer Posthof.