Die letzten Arbeiten werden erledigt. Der Inc. Club am Schwarzenbergplatz eröffnet am 7. Dezember.

© Claudio Farkasch

Clubkultur Wien
12/06/2019

Der Inc. Club eröffnet: Ein neues Wohnzimmer für Hip-Hop

Am Samstag eröffnen die Horst-Betreiber einen ihrer zwei neuen Clubs. Das Inc. am Schwarzenbergplatz setzt auf Gemütlichkeit und Wiener-Charme.

von Marco Weise

Es riecht nach Baustelle. Nach Arbeit. Kaum betritt man das Inc. am Schwarzenbergplatz (Schwarzenbergpl. 7), dringt einem ein Duftgemisch aus Flexstaub und neugestrichener Wand in die Nase. Party riecht anders. Das wird sich aber bald ändern, denn schon am Samstag (7. Dezember) steigt dort die erste offizielle Sause. Bei einem Lokalaugenschein Donnerstagmittag kann man sich das aber ehrlich gesagt nur schwer vorstellen: Die (vier) Bars sind nur erahnbar, am DJ-Pult wird noch gefeilt und die Tanzfläche dient als Abstellraum für alle der 60 Arbeiter, die emsig ihre Arbeit verrichten.

„Klar, wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber es wird sich alles ausgehen. Irgendwie“, sagt Lukas Sticksel, Manager und Sprecher des Betreibers (WTF Group) zuversichtlich. Die Erschöpfung ist ihm zwar anzumerken, aber es überwiegt die Freude. Endlich kann es losgehen.

Die umfassenden Umbauarbeiten haben Anfang November begonnen. Die Einrichtung des vorherigen Clubs namens Schwarzenberg wurde rausgerissen und ein völlig neues Raumkonzept entwickelt. „Wir setzen auf lockere Wohnzimmer-Atmosphäre, eine gemütliche Ausstattung mit eigenen Loungen (für acht bis zwölf Personen), die man reservieren und mieten kann“, sagt Sticksel. Reservierungen werden auf reservation@inc.wien entgegengenommen.

Der Club ist zweistöckig und wird an vier Tagen (von 23 Uhr bis 6 Uhr) in der Woche bespielt. Jeden Dienstag steigt die Veranstaltungsreihe „Tipsy Tuesday“. „Das ist auch der einzige Tag, an dem wir den Club für Fremdveranstalter öffnen. Die restlichen Tage gestalten wir selbst.“ Am Donnerstag wird es ein studentisches Format geben. Am Freitag setzt man im Inc. auf eine kommerzielle Musikausrichtung mit R’n’B, und Hip-Hop und Rap. „Den Samstag gestalten wird individuell, da werden Schwerpunkte innerhalb der Genres gesetzt. Mit speziellen Bookings, Live-Acts und einem Fokus auf die heimische Rap-Szene“, sagt Sticksel.

Anrainerprobleme sollte es laut Sticksel keine geben, da der Club als Raum in Raum konzipiert wurde. Der Eintritt wird zwischen 7 und 15 Euro betragen. Die Getränkepreise sind ähnlich wie im Club Horst, der ebenfalls von der WTF Group betrieben wird, aber bereits im kommenden Jänner zusperren wird (der KURIER berichtete). Alkoholfreies gibt es ab 3,50 Euro, das kleine Wieselburger (0,33) und der Spritzwein (0,25) kosten 4,1 Euro. Longdrinks gibt es ab 7, 70 Euro. Im Inc. wird es vorerst nichts zum Essen geben. „Vielleicht bieten wir irgendwann ein paar Snacks an, aber das hat vorerst keine Priorität“, sagt Sticksel und blickt auf die Baustelle.

Die ebenfalls von der WTF Group übernommene Albertina Passage eröffnet auch noch dieses Jahr. „Sobald die letzte Schraube im Inc. erfolgreich in die Wand gebohrt wird, zieht die gesamte Mannschaft weiter in das Fundament der Oper, um alles für das Opening am 20. Dezember fertigzustellen.“ sagt Sticksel.