Kiku
30.04.2018

Erfindungen Jugendlicher können Menschen helfen

Teils sensationelle Erfindungen Jugendlicher beim siebenten AXAward für technische Talente. Mehr als 100 Fotos, einige Videos.

Petrus Aho schnallt seinem Kollegen Michael Baumgartner ein Band mit Sensoren und einem Knopf zum Umschalten in verschiedene Modi um die Brust. An beiden Händen fixiert er Bänder, die vibrieren können. Wäre sein Kollege blind oder stark seh-beeinträchtigt, würden Hindernisse, an denen er vorbeigeht und die nicht auf dem Boden stehen wahrnehmen – je nachdem auf welcher Seite würden die Bänder zu vibrieren beginnen, je näher, desto stärker. VibraGuide heißt die Erfindung der beiden Schüler des TGM-Wien. Und damit schafften sie’s unter die Top Ten von eingereichten 70 technischen Projekten bei der siebenten Auflage des AXAwards. Der Bewerb wird vom Unternehmen x.test, das elektronische Messgeräte produziert und zur H Test-Gruppe gehört, veranstaltet, nicht zuletzt um Nachwuchs im eigenen Firmenfeld zu fördern.

Aho und Baumgartner konnten auf Entwicklungen eines Vorgängerprojekts ihrer Schule aufbauen. „Vibra-Feed“ funktionierte ähnlich, jedoch mit etlichen Kabeln. „Und bei uns kann jetzt der Modus gewählt werden, je nachdem, ob in Innen- oder Außenräumen. Der Modus für innen löst das Vibrieren erst aus, wenn das mögliche Hindernis sehr nahe ist – etwa ein Meter, draußen schon bei vier Meter, „aber innen würden bei einem Abstand von vier Metern die Bänder ja fast andauernd vibrieren“, erläutern die beiden Schüler dem Kinder-KURIER.

Zum Artikel über den Vorläufer – und eine Vorvorvorläufer-Erfindung von Klagenfurter HTL-Schülern, mit denen diese damals ins Jugend-Innovativ-Bundesfinale gekommen waren, den „virtuellen Blindenstock“: hier

VibraGuide

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Petrus Aho und Michael Baumgartner vom TGM Wien entwickelten ein Vibrier-System...

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... anderer Schüler_innen aus dem Vorjahr weiter, sodass...

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Blinde und Sehschwache nun ohne Kabel udn dafür noch besser ...

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... Hindernisse orten können, die nicht auf dem Boden liegen oder stehen, die sie also mti dem Blindenstock nicht wahrnehmen würden...

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Schlaue Trinkhilfe

Mit SmartCUP konnten Christoph Amon, Christian Janßen, Florian Kristof und David Stadlmann von der HTL Rennweg ebenfalls schon bei vorherigen Entwicklungen anknüpfen. Die drei erstgenannten Schüler hatten mit dem Vorläufer SmartCAP bereits im Vorjahr einen dritten Platz beim Bewerb Jugend Innovativ erreicht. Sinn und Zweck beider Erfindungen ist der gleiche: Messen, wie viel jemand getrunken hat. Der schlaue, hochtechnische Flaschenverschluss des Vorjahres benötigte allerdings eine Handy-App, um Alarm anzuschlagen, wenn über Abstandsmessung zur Oberfläche des Getränkeinhalts gemessen wurde, dass zu wenig Flüssigkeit die Flasche verlassen hat.

Im Praxistest in Seniorenheimen erwies sich das als verbesserungswürdig. Und so verbauten die drei – samt einem zusätzlichen Kollegen – heuer ihre Elektronik so, dass sie in eine Art flexible Hülle für Gläser passt. In diese Hülle wird das Glas reingesetzt – durch die Flexibilität passt sich die Silikonhülle an. Im Prinzip wird über das Gewicht gemessen – das leere Glas wird einfach kalibriert, indem es einmal umgedreht und dann wieder aufgerichtet wird. Wird zu wenig getrunken, sendet der eingebaute Elektronikteil buntes Licht aus. Die Messungen können aber auch auf ein SmartPhone übertragen werden, um in einer App den Verlauf über längere Zeit zu kontrollieren.  Das Quartett konnte übrigens die Jury des Bewerbs am meisten überzeugen - und holte sich den Sieg.

Link zur Jugend-Innovativ-Geschichte des Vorjahres, wo das Vorgängerprojekt schon einen dritten Platz gemacht hatte: hier

 

SmartCUP

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Christoph Amon, Christian Janßen, Florian Kristof und David Stadlmann von der HTL Rennweg...

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bauten und programmierten dieses Hilfsmittel vor allem für ältere Menschen, damit diese genug trinken...

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Such-Drohne für Lawinenopfer

Laurin Rossmeier, Florian Neururer, Johannes Sterzinger und Markus Pfeifer von der Innsbrucker HTL Anichstraße präsentierten AvaDrone, eine Drohne zur Suche von Lawinenopfern. In der Skylounge der Uni Wien, wo der Bewerb dieses Mal ausgetragen wurde, konnten sie das Geräte nicht fliegen lassen. Die Drohne soll – in enger Abstimmung mit den Rettungskräften, schlicht und einfach beim viel schnelleren Auffinden von Lawinenopfern helfen und so Berg-, Flugrettung oder Pistendienst rascher zu den Verschütteten lotsen – womit sich deren Überlebens-Chancen erhöhen.
Die mit einem Lawinenverschütteten-Suchgerät (LVS-Gerät) ausgerüstete Drohne kann nicht nur den Such-Zeitraum erheblich verringern, sondern auch den Aufenthalt der Suchmannschaft selbst im gefährdeten Gelände verkürzen. Bei der Entwicklung von AvaDrone achteten die HTL-Schüler auch auf den Einbau von Systemen, die mögliche Zusammenstöße mit Rettungshubschraubern verhindern.

www.axaward.at

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AvaDrone - Drohne zur Suche nach Lawinenopfern

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Laurin Rossmeier, Florian Neururer, Johannes Sterzinger und Markus Pfeier von der HTL Innsbruck Anichstraße (Tirol)...

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... und ihre Drohne zur schnelleren, effizienteren Suche nach Lawinenopfern

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Erläuterungen der technischen...

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... Funktionsweise bei der Präsentation im Bewerb...

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