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30.04.2018

Nicht für die Note oder die Schule gelernt

Anlässlich des 7. AXAwards: Kommentar zu Engagement, Einsatz und #lernegerne

Die einen haben Erfindungen weiterentwickelt, die Menschen direkt helfen (können) wie etwa Blinden durch vibrierende Armbänder Hindernisse wahrzunehmen, die sie mit einem Blindenstock nicht orten könnten, weil sie nicht am Boden stehen oder insbesondere älteren Menschen anzuzeigen, dass sie nun endlich wieder was trinken sollten. Andere haben Neues entwickelt, das sogar Menschenleben retten könnte – beispielsweise die Suchdrohne für Lawinenopfer. Gut, etliche der Projekte sind ohnehin Diplomarbeiten. Aber in allen steckt mehr als das was vielleicht für eine positive Note notwendig wäre.

Drei Schüler einer dritten HTL-Klasse haben gar weit, weit mehr gemacht, als für die eine Projektwoche erforderlich gewesen wäre. Allein 5000 Code-Zeilen stecken im Programm. Und diese Vorarlberger Burschen haben auch nicht aufgesteckt, als etwas nicht funktionierte und sich nur kurz geärgert, dass einzig und allein ein fehlender Strichpunkt in einer einzigen Code-Zeile schuld am Fehler war. Kurz geärgert, aber „viel mehr darüber gefreut, dass wir den Fehler nach vier Stunden gefunden haben!“

Und das ist nur das vielleicht markanteste Beispiel und auch nur aus einem der zehn Finalprojekte – von 70 gestarteten. Ob dieser Bewerb (AXAward) und die dabei präsentierten Projekte, ob Jugend Innovativ mit jeweils einigen Hundert Projekten, ob der mehrsprachige Redebewerb „SAG’S MULTI!“, ob, ob, ob... Tagtäglich beweisen Tausende Kinder und Jugendliche – sie lernen viel und gern – auch ganz ohne Noten!

#lernegerne nennt die Integrative Lernwerkstatt Brigittenau (ILB) ihre Aktion, bei der Kinder, aber auch Erwachsene posten, was sie alles gelernt haben, ohne je dafür eine Note bekommen zu haben.

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