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© Lucy Schindler

Kiku
11/10/2020

Die Laptop-Challenge für benachteiligte Kinder geht weiter

Die Initiative Springboard sponsert weitere Laptops für ärmere Schüler_innen – und obendrein Computerkurse für Integrationsklassen.

von Heinz Wagner

Die Laptop-Challenge ist weitergegangen und wird fortgesetzt. Zur Erinnerung: Der Kinder-KURIER berichtete Mitte Juni über zwei Anwaltskanzleien, die diese „Challenge“ gestartet haben, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen tragbare Computer zukommen zu lassen.

Nun sollen zwar ab dem kommenden Schuljahr alle Kinder/Jugendlichen in der 5. Schulstufe (1. Klasse Mittelschule bzw. AHS…) Laptops oder Tablets bekommen, wie der Bildungsminister Ende Oktober ankündigte – siehe KiKu-Bericht weiter unten. Das ist eine Lehre aus der Benachteiligung Tausender Schüler_innen beim Home-Schooling/Distance-Learning im Lockdown 1 im Frühjahr. Ministerium und die Bildungsdirektionen der Bundesländer – da jedes Land mit einer anderen Lösung – hatten damals versucht, mit Leihgeräten benachteiligte Kinder und Jugendliche zu unterstützen.

Auch etliche private Initiativen begannen damals digitale Geräte für Schüler_innen zu organisieren.

Laptop-Übergabe in der Mittelschule Steinbauergasse ...

... der Mittelgasse ...

... un der Schweglerstraße

Auch Computerkurse

Wie eingangs geschrieben, geht die Laptop-Challenge weiter. Spender_innen und Schulen bringt die Initiative „SES -Soziales Engagement für Schüler*innen an Wiener Schulen“ - über die Bildungsdirektion Wien - zusammen. Die von LukOil gegründete Initiative Springboard schloss sich der „Herausforderung“ an und spendierte weitere 14 Laptops, bisher konnten damit insgesamt 22 Kinder/Jugendliche mit Laptops ausgestattet werden. Aber nicht nur.

Springboard sponsert auch Computer-Förderkurse für Integrationsklasse. Zehn SchülerInnen, vier davon mit einem Sonderpädagogischen Förderbedarf kommen in den Genuss dieses Kurses.

EDV-Unterricht zu wenig

Weshalb ein Kurs überhaupt erforderlich ist, beschreibt die koordinierende Lehrerin Ludmilla Schindler so: „PC-Unterricht findet ab der 3. Klasse Unterstufe nur ein Mal pro Woche statt. Das ist viel zu wenig für 20 bis 26 Schüler_innen. Außerdem kannst du als Lehrer_in in Klassen mit weniger Schüler_innen - wie z.B in den Integrationsklassen (maximal 20 Kids, davon immer 5 Integrationskids die nach dem Lehrplan der Sonderschule unterrichtet werden) - in den 50 Minuten (übrigens in den EDV-Raum gehen, PC hochfahren, Programme starten…) nicht wirklich auf alle eingehen.“

Der Kurs umfasst mindestens zehn Einheiten. „Damit werden die SchülerInnen gut auf ihr letztes Schuljahr in der 8. Schulstufe (2021/22) vorbereitet, bei dem sie ihre ersten berufspraktischen Tage absolvieren werden. Ausgerüstet mit neuen digitalen Kompetenzen wird ihnen der Einstieg in die Berufswelt sicher leichter gelingen“, so Schindler.

Was es für Einzelne bedeutet

Schindler, die SES organisiert, übermittelt dem Kinder-KURIER, was Laptops für einige Schüler_innen bedeutet hat: Daniela kam während des ersten Lockdowns überhaupt nicht klar mit Hausaufgaben die auf der Schulhomepage abrufbar waren. Teofil konnte erst durch die Spende - leider nach dem ersten Lockdown - seine Aufgaben am Laptop erledigen. Vorher nur am Handy von Zuhause aus. Theodouli lernt seit drei Jahren Deutsch und ist froh langsam einen Computerförderkurs folgen zu können. Joanna freut sich sehr über den Kurs. Matejo profitiert von einer zusätzlichen Förderung am Computer sehr.

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