Montage aus Fotos und Ausschnitten der Homepage von mitmischen.steiermark.at

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© beteiligung.st

Kiku
11/20/2020

Angehende Kindergartenpädagog_innen „mischten mit“

In der steirischen Kinderrechte-Woche“ diskutieren Jugendliche aus einer BAfEP mit Landtagsabgeordneten.

von Heinz Wagner

Im Rahmen der Steirischen KinderrechteWoche 2020 fand die Spezialwerkstatt des bewährten Formats „Mitmischen im Landhaus“ statt: 26 Schüler*innen der Hartberger BAfEP (BildungsAnstalt für ElementarPädagogik, sprich Kindergarten) haben sich in dieser besonderen Politikwerkstatt mit den Kinderrechten und der steirischen Landespolitik befasst.

Mitmischen wurde in den digitalen Raum verlegt, Einblicke in Themenbereiche rund um die Landespolitik und das Landhaus selbst sind mittels Videos zu den Schülerinnen und Schülern nach Hause übertragen worden. Zentral bei dieser speziellen Werkstatt war die Auseinandersetzung mit den Kinderrechten. Die Jugendlichen konnten für sich fünf wichtige Rechte benennen und den Abgeordneten vorstellen.

Wie auch im analogen Fall war es möglich alle im Landtag vertretenen Parteien zu diesem Polit-Talk begrüßen zu können. Auch in Zeiten der räumlichen Distanz soll eine soziale und inhaltliche Distanz verringert werden, gemeinsam mit diesen Herausforderungen umzugehen war ein zentrales Thema.

Den Abgeordneten wurden Fragen gestellt wie etwa zur Gesetzesnovelle für Anstellungserfordernisse in Kindergärten. Von Seiten der Politik wurde betont, dass diese Novelle nur eine kurzfristige Lösung bzw. keine Lösung sein kann. Signalisiert wurde von allen Parteien, dass sie großes Interesse haben, von den Schülerinnen und Schülern zu erfahren, was es an Änderungen im elementarpädagogischen Bereich brauchen würde. Die jungen Menschen haben sich auch Gedanken gemacht und unter anderem die Frage formuliert, wie man der Gewalt in Familien begegnen kann. Weitere Fragen gab es in Bezug auf den Öffentlichen Verkehr, aber auch welches Kinderrecht die Politikerinnen und Politiker wichtig finden. Es hätte noch viele weitere Themen gegeben, doch das wäre weit über den zeitlichen Rahmen hinausgegangen.

Hier sind die Rechte, die die Schülerinnen und Schüler besonders wichtig finden:

Recht auf Gesundheit: Kinder sollen das Recht auf eine gute medizinische Versorgung haben. Die Kinder können selbst nichts dafür, wenn sie krank werden, sich anstecken. Daher sollen sie in jedem Fall gut versorgt werden.

Recht auf Bildung: „Bildung darf auch in Zeiten von Corona und Distance-Learning nicht vernachlässigt werden!“

Recht auf Familie: „Gerade in schwierigen Zeiten braucht jedes Kind jemanden, der sich um es kümmert, damit es (mit Sorgen und Problemen) nicht alleine ist.“

Recht auf Schutz vor sexueller Ausbeutung: „Wir wissen, dass sexueller Missbrauch häufig in der Familie oder im familiären Umfeld geschieht. Nun müssen alle zu Hause bleiben und können solchen Situationen vielleicht nicht entkommen.“

Recht auf Freiheit: „Im Moment ist es für Kinder sehr schwierig, ihren Freizeitaktivitäten nachzugehen. Es ist für Kinder wichtig, sich frei zu bewegen, sich frei zu fühlen, das zu machen, wozu man Lust hat. Das kommt aktuell oft zu kurz. Generell sind es alle Rechte, auch das Recht auf Meinungsfreiheit.“

mitmischen.steiermark.at

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