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Gesund
07/12/2019

Salmonellenvergiftung: Experten warnen vor Hunde-Leckerlis

Können Leckerlis, die wir an Vierbeiner verfüttern, uns krank machen? In den USA klärt die Gesundheitsbehörde über mögliche Risiken auf.

Vor wenigen Tagen sorgten die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention (CDC) mit einer Aussendung für Schlagzeilen. Darin informierte die Behörde die Bevölkerung über einen Salmonellenausbruch in insgesamt 13 Bundesstaaten.

Dem Bericht zufolge steht der Großteil der Infektionen mit getrockneten Schweineohren (beliebter Hundesnack, Anm.) in Zusammenhang.

In Summe haben sich 45 Menschen in Kalifornien, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Massachusetts, Michigan, Missouri, New York, North Dakota, Pennsylvania, South Carolina und Wisconsin mit dem Erreger angesteckt. Zwölf Personen wurden im Krankenhaus behandelt.

In von den CDC durchgeführten Interviews mit 38 Betroffenen gaben 34 an, vor dem Krankheitsausbruch Kontakt mit einem Hund gehabt zu haben. Unabhängig davon berichteten 17 weitere von Kontakt mit Schweineohren oder Hunden, denen diese Leckereien gefüttert worden waren.

Im Bundesstaat Michigan hat das Landwirtschaftsministerium eine Untersuchung von Schweineohren-Produkten auf Salmonellen eingeleitet. Derzeit ist noch unklar, ob die darauf gefundenen Bakterienstämme für die Ansteckungen verantwortlich sind.

Vorsicht mit Hundenahrung

Die CDC empfehlen, sich nach dem Hantieren mit Hundesnacks immer die Hände zu waschen. Tiernahrung sollte zudem nicht in der Nähe von Lebensmitteln gelagert werden und Haustiere niemals Münder, Gesichter oder offene Wunden ihrer Besitzer ablecken.

Symptome bei Salmonellenvergiftung

Die ersten Anzeichen treten meist relativ rasch (zwölf bis 72 Stunden) nach der Ansteckung auf. Zu den Symptomen zählen heftiges Unwohlsein, Erbrechen, wässriger Durchfall, Bauchkrämpfe und eventuell auch Fieber.

Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein und halten in der Regel zwei bis drei Tage an. In manchen Fällen kann die Erkrankung bis zu einer Woche oder auch länger andauern.

Durch den starken Flüssigkeitsverlust besteht die Gefahr einer Austrocknung sowie eines Kreislaufkollapses. Darauf ist besonders bei Kleinkindern und älteren Menschen zu achten.