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Winter
01/27/2016

Diese Blutorangen müssen Sie jetzt essen

Reife Blutorangen aus Sizilien gibt es seit wenigen Tagen in den Supermärkten.

von Anita Kattinger

Wenn im Winter die Sonne scheint, haben süße, rote Sizilianerinnen Hochsaison. Italienische Bauern bringen zur Zeit ihre Ernte ein – Blutorangen reifen nämlich im Winter.

Wann findet die Ernte statt?

Genau jetzt: Die Ernte von Blutorangen findet ab Jänner und bis allerspätestens April statt. Im Gegensatz dazu werden Frühsorten der Orange zwischen August und Oktober in Europa geerntet.

Welche Blutorangen soll ich kaufen?

Einen besonderen Stellenwert nehmen die italienischen Halbblutorangen-Sorten Tarocco und Moro ein. Das Fruchtfleisch bekommt die blutrote Farbe bei Vollreife wegen der großen Tag-Nacht-Temperaturunterschiede von rund 13 Grad. Bleiben frostige Nächte und sonnige, warme Tage im Winter aus, bleibt das Fruchtfleisch hell und die Schale gelb.

Schmecken Moros und Taroccos anders?

Ja, die intensiven Aromen der Moro oder Tarocco erinnern an Himbeeren. Moros eine Spur bitterer, Taroccos sind säurebetonter und haben übrigens den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Orangenarten.

Wie erkenne ich die Frische im Supermarkt?

Es kommt nicht auf die Größe an, aber auf das Gewicht. Je schwerer, desto saftiger! Wenn sich die Schale beim Drucktest ganz weich anfühlt, ist die Orange schon älter. Wenn die Schale hingegen schon ganz hart ist, ist die Orange etwas trocken.

Wie lange halten Blutorangen?

Kühl und trocken gelagert halten Blutorangen zu Hause zwischen zehn und 14 Tage: im Gemüsefach im Kühlschrank oder im Keller. Orangen reifen nicht nach.

Wie bereiten Köche Blutorangen zu?

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Haubenkoch Heinz Reitbauer bietet im Steirereck getrocknete Blutorangen an. Er schneidet diese hauchdünn mit einer Brotschneidemaschine auf, zieht sie dann durch Läuterzucker und legt sie auf eine Backmatte. Bei maximal 60 Grad sechs Stunden im Ofen mit offener Tür backen.

Gibt es einen Trick für mehr Orangensaft?

Ja, rollen Sie die Orange vor dem Pressen mit sanftem Druck auf einer Unterfläche hin und her. Frisch gepresster Orangensaft sollte im Kühlschrank aufbewahrt und rasch getrunken werden, da sich durch Wärme und Licht Schimmelpilze bilden können.
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