© Tiffany & Co.

freizeit Mode & Beauty
02/17/2020

Warum immer mehr Modefirmen eigene Restaurants eröffnen

In Los Angeles kann in Guccis Osteria gespeist werden, Tiffany lädt zum Frühstück in London – ein cleverer Schachzug.

von Maria Zelenko

Risotto mit Tomaten, Tortellini in Parmesansoße oder vielleicht doch ein herzhafter Burger? In der Gucci-Filiale am legendären Rodeo Drive in Los Angeles haben Kunden ab heute, Montag, nicht nur die Wahl zwischen den Entwürfen aus der neuen Kollektion. Auf dem Dach des Stores gibt es ab sofort auch ein hauseigenes Restaurant, die Gucci Osteria.

Die Italiener sind nicht das einzige Luxusmodehaus, das mit einem eigenen Gastro-Konzept aufwartet. Am Valentinstag eröffnete die zweite Filiale des Tiffany Blue Box Cafés: Erstmals in Europa kann im Londoner Edelkaufhaus Harrods nun ein echtes Frühstück bei Tiffany genossen werden.

Architektonisch beeindruckend ist Louis Vuittons Neueröffnung in Japan: Seit Anfang Februar beherbergt die Filiale in Osaka nicht nur Mode und Accessoires, sondern auch das weltweit erste Le Café V sowie ein Fine-Dining-Restaurant – beide im obersten Stockwerk des imposanten Gebäudes angesiedelt.

Doch warum entscheiden sich ausgerechnet Luxusmodehäuser immer öfter für den Schritt in die Gastronomie? "Für das Gesamtkonzept der Unternehmen machen diese Restaurant-Eröffnungen sehr viel Sinn", sagt David Dobrowsky, Leiter des Marketing Competence Centers an der FHWien der WKW.

"Das Konsumerlebnis soll gesteigert werden. Bei Luxusgütern ist Emotionalität besonders wichtig, denn Kaufentscheidungen passieren meist nicht aus rationalen Gründen."

Die Möglichkeit, sich nach dem Shoppen ein paar Meter weiter auch kulinarisch verwöhnen zu lassen, fördere die Emotionalität immens.

Insta-tauglich

Ein weiterer Grund für den modischen Gastro-Boom: Der Onlinehandel wird immer stärker, Firmen müssen sich mehr denn je einfallen lassen, um die Kundschaft in die Filiale zu locken.

Apropos online: Dass das Dior-Restaurant in Saint Tropez seinen Cappuccino nur mit Logo-Schaumhäubchen serviert und sich Tiffanys berühmtes Türkisblau vom Sessel bis zum Teller durch das gesamte Raumkonzept zieht, ist kein Zufall. Dobrowsky: "Die Instagram-Tauglichkeit ist heutzutage extrem wichtig. Das Branding ist perfekt auf das jeweilige Modehaus abgestimmt."

einen Instagram Post Platzhalter.

Wir würden hier gerne einen Instagram Post zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Instagram zu.

Freilich sollten die Gerichte auch geschmacklich überzeugen. "Die Qualität des Essens muss dem Premium-Anspruch gerecht werden", weiß David Dobrowsky.

Das tut sie: Gucci hat für seine Osteria in Beverly Hills Star-Koch Massimo Bottura verpflichtet. Dieser hat bereits mit dem ersten Gucci-Restaurant in Florenz einen Michelin-Stern geholt. Mit Yosuke Suga hat auch Louis Vuitton einen prominenten Namen ins Boot geholt, dank dem das französische Modehaus ab sofort auch mit unvergesslichen Gaumenfreuden in Verbindung gebracht werden soll. Wohl bekomm’s.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.