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freizeit Leben, Liebe & Sex
08/06/2021

Softeis: Frisch gezapfte Köstlichkeit

Das weiche, nur leicht Gefrorene ist zuletzt ein wenig in die Jahre gekommen. Jetzt erlebt es in neuen Variationen ein Revival.

von Ingrid Teufl

Die wirbelartig im Stanitzel aufgetürmte Form, Geschmack Erdbeer-Vanille oder Vanille-Schoko: Softeis, weckt bei vielen Erwachsenen Erinnerungen. Es schmeckt nach Sommer, Urlaub und Kindheit. Es schmeckt viel weicher, cremiger (und zugegeben: mitunter auch unechter) als die üblichen Eiskugeln. Und man fragt sich, wann genau es eigentlich aus dem Straßenbild verschwand.

Das kann auch Marcus Wagenberger nicht sagen. „In meiner Jugend war es ein Hit.“ Als bekennendem Softeis-Fan fielen dem früheren Clubveranstalter die typischen Maschinen mit einem, zwei oder drei Hebeln bei seinen Reisen in andere Großstädte immer wieder auf. „Ich habe mich immer gefragt, warum es in Österreich kein Softeis mehr gibt.“

Comeback der Eismaschinen

Nun scheint sich ein Softeis-Revival anzubahnen: Ob am frequentierten Plätzen wie dem Stephansplatz oder in trendigen Gegenden: Man sichtet die Maschinen wieder. Und zwar dem Zeitgeist entsprechend durchaus mit neuen Geschmäckern. Im Concept-Store „banc public“ in Währing wird wöchentlich gewechselt, es gab bereits Aktiv-Kohle-Kokos oder Fior di Latte.

Marcus Wagenberger setzt in seinem „Cafe Harvest“ am Karmeliterplatz mit den Sorten Vanille und Schoko-Praline auf veganes Softeis auf der Basis von Mandelmilch. Was bis vor Kurzem aufgrund fehlender veganer Eisbinder (z. B. Sojalecithin) nicht möglich gewesen sei.

Apropos Zutaten: Was Softeis von „normalem“ Eis unterscheidet, ist die Herstellung. Softeis-Maschinen verfügen im Inneren über Gefrierröhren, in denen die flüssige Mischung auf lediglich minus 6 Grad abgekühlt wird (normales Eis: minus 18 Grad). Zudem wird es ständig durch ein Rührwerk durchgerührt.

Mit Luft ins Stanitzel

Ins Stanitzel oder den Becher gelangt es dann aufgeschäumt mit viel Luft, was ebenfalls die spezielle Konsistenz ausmacht. Und: So eine Softeis-Maschine erfordert mit einer Stunde täglich enormen Reinigungsaufwand.

Für die heutigen Schüler-Generationen könnte Softeis eine Neuentdeckung werden. „Die kennen das gar nicht mehr“, bemerkt Wagenberger. „Es ist, wie bei vielen Dingen, auch eine Modesache. Irgendjemand fängt damit an.“

Softeis, selbst gemacht

Grundrezept
600 ml Schlagobers flüssig
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
3 Eier,1 Prise Salz
Alle Zutaten in einer Schüssel mit einem Handrührgerät verrühren.
In eine Eismaschine füllen und rühren, bis das Eis eine cremige Konsistenz erreicht.
Die Masse in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und in Stanitzel oder Dessertschalen dressieren.

Mit Kondensmilch
500 g  Schlagobers flüssig
1 Dose Kondensmilch gezuckert, dickflüssig
2 TL Vanillepaste  
Schlagobers steif schlagen, Kondensmilch und Vanillepaste vorsichtig untermengen.
In eine Form füllen und ca. 3 Stunden gefrieren lassen.
Die cremige Masse in einen Spritzsack mit Sterntülle füllen und in Schüsseln dressieren.

Mit Bananen
3 Bananen vollreif, geschält
100 ml Schlagobers flüssig
Bananen in Stücke schneiden und einfrieren.
Bananen mit Obers in einem Mixer geben.
Mit kurzen Impulsen pürieren, sofort servieren.

Aus Vanilleeis
500 g Vanilleeis
200 g Obst nach Wahl, püriert
150 g Schlagobers
Vanilleeis 10 bis 20 Minuten im Kühlschrank antauen lassen.
Schlagobers steif schlagen, püriertes Obst gut mit dem Schlagobers verrühren und mit dem Vanilleeis vermischen.
Das Softeis etwa 15 Minuten in den Kühlschrank geben, dann servieren.

 

 

 

 

 

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