Wildtiere im Zirkus

© APA/dpa/Sven Hoppe / Sven Hoppe

freizeit Fragen der Freizeit
12/26/2020

Warum steht ein Elefant in manchen Weihnachtskrippen?

Fragen der Freizeit ... und Antworten, die Sie überraschen werden.

von Gabriele Kuhn

Der Ochs, der Esel (dieser meist auf einem Ehrenplatz) gelten quasi als Urtierchen in Bethlehems Stall, bei Maria und Josef und dem heiligen Kind. Schön zu sehen etwa in einem der ältesten bekannten Weihnachtsdarstellungen, ein Fresko in den Sebastian-Katakomben, Rom. Und natürlich gesellte sich ein Lamm dazu, in Karl Heinrich Waggerls wunderschöner Geschichte „Als das Christkind lächeln musste“ sorgte gar ein atemloser Floh für Erheiterung.

In einem alten „Sonderband des Historischen Vereines für Steiermark“ zu den „Tieren der Krippe“ heißt es, dass „die ältesten Darstellungen der Kunst die Krippe immer in Gesellschaft der Tiere zeigen, ja manchmal sogar die Tiere allein“. Dazu würde, wie erwähnt, auch das Schaf gehören, genauso wie das Pferd, überhaupt in den alten Tiroler Krippen sowie auf den Krippenbildern der alten deutschen Meister wie Dürer.

Wie barocke Säulen

Darüber hinaus aber auch: Elefanten, vom Porzellanladen Direttissima ins Kripperl. Groß, mächtig, die Rüssel von Künstlern mitunter „wie barocke Säulen gedrechselt, ihre Ohren plissiert“, wie ebenfalls in der Krippenschrift nachzulesen ist. Was immer man sich unter „plissiert“ vorstellen mag. Aber wer weiß, vielleicht ist ja in der Krippe unter dem Christbaum demnächst ein unplissierter Baby-Elefant dabei?

Zu tun hatten natürlich, ob Groß oder Klein, alle Viecher was. Pferd, Kamel und Elefant galten als Reit- und Lastentiere der Heiligen Drei Könige, auch Magier oder Sterndeuter genannt. Jedes Tier sollte, wie sein Bereiter, einen anderen Kontinent symbolisieren. Bekannt waren zu dieser Zeit Asien, Afrika und Europa. Wer kam woher und umgab sich mit welchem Begleiter? Da ist nix fix. Meist wird König Caspar, in anderen Quellen Melchior und – eher seltener – Balthasar als Vertreter Afrikas angesehen.

Wer genau mit welchem Tier anreiste, ist also offen. Vor Ort, in Bethlehem, gab’s zu dieser Zeit jedenfalls keine grauen Riesen mehr, sie wurden 800 Jahre vor dem Besuch der drei Weisen ausgerottet, aber oft importiert. Am häufigsten ist der Elefant aber in der Nähe Caspars zu finden, ob in der asiatischen oder afrikanischen Version, ist wohl an den Ohren erkennbar.

Hier schreiben Autoren und Redakteure abwechselnd über Dinge, die uns alle im Alltag beschäftigen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.