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freizeit Essen & Trinken
11/03/2020

Tee-Trends: Was jetzt am liebsten getrunken wird

Minze, Chai oder Kurkuma: Die Pandemie hat die Gewohnheiten verändert. Und: Warum man Wasser für Kräuteree aufkochen soll.

von Ingrid Teufl

Falls bei Ihnen im Homeoffice oder Büro eine Kanne oder Tasse mit Tee am Schreibtisch steht: Sie befinden sich damit auf der Höhe der Zeit. „Das Homeoffice hat sich auf den Teekonsum ausgewirkt. Es wird wieder viel mehr Tee getrunken“, bemerkt Johanna Birnstingl-Rumpl, Geschäftsführerin von „Demmers Teehaus“ in Wien.

Seit Jahren hat sich das einst etwas eintönige Heißgetränk in den wenigen gängigen Kategorien „schwarzer Tee“ oder „Früchtetee“ (bevorzugt Hagebutte) zum vielfältigen Trend-Getränk gewandelt. Und bleibt dabei nicht stehen. Wobei Tee-Experten betonen: Der eine Trend lässt sich in keinem Jahr ausmachen. Es sind immer mehrere Aspekte, die sich zu neuen Geschmäckern in der Tasse zusammenfügen.

Schon im Frühjahr hatten Kräutertees – bei den Österreichern traditionell sehr beliebt – einen Aufwärtstrend verzeichnet, sowohl bei Kräutermischungen als auch Monosorten. „Gesund bleiben und gesund werden ist den Österreichern im Moment ein besonders großes Bedürfnis“, sagt Birnstingl-Rumpl. Sie legt Wert auf einen hohen Anteil ätherischer Öle. „Tee war und ist immer schon eines der beliebtesten Hausmittel, um das Immunsystem zu unterstützen und zu stärken.“

Ausnahmejahr

Darüber hinaus haben aber auch Homeoffice, sowie Einschränkungen in Gastronomie und Reisetätigkeiten „neue Möglichkeiten für einen verstärkten Teegenuss in den eigenen vier Wänden geschaffen“, erklärt Johann Brunner, Geschäftsführer des Österreichischen Teeverbands. So gesehen ist 2020 ein „Ausnahmejahr“. Denn normalerweise ist der Teekonsum der Österreicher sehr saisonal geprägt – die Hauptsaisonen sind Herbst und Winter.

Beim Teeverband registriert man Nachfrage nach Teesorten, die den Stoffwechsel anregen und die Entschlackung unterstützen, betont Präsident Stephan Krömer. „Vor allem Zimt, Kardamom und Ingwer haben eine verdauungsfördernde und magenstärkende Wirkung aufgrund hohen Vitamingehalts und zahlreicher Mineralstoffe.“

Die beliebtesten Kräuter der Österreicher im Tee sind übrigens Pfefferminzblatt, Schafgarbenkraut, Holunderblüte oder Zitronenverbene. Eva Haas vom Teehaus „Haas & Haas“ kommt dem Gesundheitsbewusstsein der Kunden etwa mit reinsortigen Kräuterserien entgegen. Als neue Zutat kommt bei Haas und anderen heuer Hanf als Trend dazu.

Aus fremden Kulturen

Anleihen holt man sich in Sachen Gesundheit und Tee gern in anderen Kulturen. Matetee aus Südamerika, der einzige Kräutertee mit Koffein, wirkt entschlackend und appetithemmend. Der in Asien beliebte Ingwer-Tee gilt fast schon als Heilmittel und wärmt von innen. Und das Trend-Gewürz Kurkuma aus Indien wirkt positiv auf den Stoffwechsel.

Beim ältesten Teehändler Wiens „Jäger-Tee“ hat sich 2020 übrigens der würzige Chai als Trend-Tee herauskristallisiert. Die Kombination aus Schwarztee und Gewürzen und auf Wunsch Milch punktet nicht nur durch ihren intensiven Geschmack. „Ingwer und Nelken unterstützen das Immunsystem, Kardamom die Verdauung, Pfeffer entzündungshemmend“, erklärt Inhaber Christoph Masin.

Wasser für Kräutertee immer aufkochen

Den Tee mit niedriger Wassertemperatur aufzugießen, mag praktisch sein. Tee-Experten raten dringend zu frischem, sprudelnd gekochtem Wasser. Kräuter werden nur gepflückt und getrocknet, während Sorten aus der Teepflanze (schwarzer, grüner, Oolong, Weißer Tee) während der Tee-Verarbeitung auch erhitzt werden. Was Keime abtötet. Sollte sich trotz aller Sorgfalt des Teehändlers in Einzelfällen ein Keim in den Tee verirrt haben, wird er mit kochendem Wasser zuverlässig keimfrei.

 

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