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freizeit Essen & Trinken
03/30/2020

Schadstoffe in Eiweißpulver: Besser Sie essen Topfen mit Obst

Die deutsche Stiftung Warentest hat 21 Proteinpulver auf Nutzen und Qualität geprüft.

von Anita Kattinger

Wer kennt nicht die großen Dosen in Fitnesscentern und Supermärkten? Der Inhalt verspricht schlanke, gestählte Körper und schmeckt nach Schokolade, Vanille oder Erdbeere.

Aber woraus bestehen diese Pulver überhaupt? Vor allem wird das Eiweiß aus Milch, Eiern, Sojabohnen oder Lupinen gewonnen. Teil­weise sind Vitamine und Mineralstoffe zugesetzt.

Konsumentenschützer der deutschen Stiftungwarentest überprüften 21 Proteinpulver aus Drogerien, Sport­geschäften und Online-Handel auf Nutzen und Qualität.

Die gute Nachricht zuerst: Die Qualität der Proteine überzeugte im Labor. Allerdings stießen die Tester bei vier Produkten auf hohe Schad­stoff­gehalte, darunter vegane Pulver. Auch die Kenn­zeichnung von zugesetzten Aromen fehlte oft.

Folgende Marken erhielten schlechte Noten: Bio Planete, Pur Ya!, Raab Vitalfood und Wellmix Sport.

Wie kann ich Proteine über Lebensmittel aufnehmen?

0,8 bis 1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht braucht ein Hobbysportler, der fünf Stunden Sport in der Woche macht. Die Schlussfolgerung wäre also, dass mehr Proteine auch mehr Muskeln bedeuten.

Laut der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung kann sich jedoch erst bei einem Trainingsumfang ab einer Stunde täglich ein höherer Bedarf ergeben.

Ein Freizeitsportler, der ausschließlich Krafttraining betreibt, benötigt 1 bis 1,2 g Eiweiß pro kg Körpergewicht – also nur minimal mehr. Im Freizeitsport braucht es daher keine Power-Riegel oder industriell hergestellten Shakes: Hobbysportler können mit einer ausgewogenen Mischkost selbst für ihre Proteinzufuhr sorgen.

Eine Eiweißzufuhr, die über den Bedarf hinausgeht, wird nicht für den Muskelaufbau verwendet, sondern belastet Stoffwechsel und Nieren.

Wer in Österreich und Deutsch­land lebt, hat es nicht schwer, seinen täglichen Eiweiß­bedarf zu decken. Hendl, Lachs, Topfen, Tofu, Kicher­erbsen – das sind Lebens­mittel, die besonders reich an Eiweiß sind. Tipp: Mischen Sie für eine selbtsgemachte Bananenmilch mit Hafer 50 g Haferflocken (10 g Eiweiß), 300 ml Vollmilch (10 g Eiweiß) und eine Banane (1,2 g Eiweiß) zu einem cremigen Frappé.

Tipp: Die vollständige Liste der getesteten Produkte von Stiftung Warentest finden Sie hier.

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