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12/04/2021

Finanzielle Eigenverantwortung ist ein nachhaltiger LEBENSWERT

Wie bleibt unser Leben auch nach der Aktivitätsphase LEBENSWERT? Und wie entkommen wir der finanziellen Unterversorgung im Alter? In der Denkwerkstatt St. Lambrecht versuchen international renommierte Experten Antworten auf diese zentralen Fragen zu finden

Michael Miskarik, Niederlassungsleiter der HDI Lebensversicherung AG in Österreich und Beirat der Denkwerkstatt St. Lambrecht, setzt sich seit vielen Jahren öffentlich für eine nachhaltige und LEBENSWERTE Gesellschaft ein. Im Gespräch mit Professor Dr. Johannes M. Martinek, Präsident der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge – Denkwerkstatt St. Lambrecht, stellt er unser aktuelles gesellschaftspolitisches System auf den Prüfstand und bringt neue, nachhaltige Lösungsansätze ins Spiel.

Herr Professor Martinek, beim Thema Altersvorsorge zieht sich der Staat zunehmend aus seiner sozialpolitischen Verantwortung zurück. Gleichzeitig gibt er aber keine konkreten Empfehlungen an die Menschen, wie sie mit ihrer nun wieder stärker gefragten finanziellen Eigenverantwortung umgehen sollen. Welche Maßnahmen braucht es, um der drohenden finanziellen Unterversorgung nach der Aktivitätsphase zu entkommen?

Johannes Martinek: Zukunftssicherheit und Pensionen zählen zu den emotionalsten Themen unserer Gesellschaft. Wir haben viele Jahrzehnte auf unser 3-Säulen-Modell vertraut, denn es hat uns Stabilität und nachhaltige Wirksamkeit vermittelt. Neue Berufs- und Lebensmodelle entstehen laufend und sind eine Herausforderung besonderer Art. Und diese Entwicklung geht weiter und führt oft zu individuell unterschiedlich ausgeprägten Vorsorgesäulen. Für die Mehrzahl der Menschen bedeuten die staatlichen Pensionsansprüche, die auch in Zukunft das tragende Element der sozialen Sicherheit darstellen werden, ihr gesamtes „Vermögen“. Aber das deckt in vielen Fällen den Finanzbedarf im Alter nicht ab. Da die Österreicherinnen und Österreicher traditionellerweise Sparbuchsparer sind, verschärft die anhaltende Niedrigzinsphase in Kombination mit der wieder steigenden Inflation die Situation zusätzlich. Eines ist klar: Das Sparbuch ist kein Ertragsbringer mehr. Und genau hier ist der Staat in seiner Verantwortung den Menschen gegenüber gefordert: Rentablere Geldanlagen müssen als Ergänzung zur staatlichen Vorsorge kommuniziert und gefördert werden.

Geht es um unser Erspartes, dann hat Sicherheit absolute Priorität. Veranlagungen am Kapitalmarkt können eine sinnvolle Alternative sein. Hier braucht es aber ein hohes Maß an Expertise und eine kompetente und vor allem verantwortungsbewusste Beratung, um Sicherheit zu bewahren und Ertragsoptimierung zu erreichen. Gibt es eine einfache Checkliste, anhand derer man sich diesem Thema nähern könnte?

Leider gibt es dafür kein allgemeingültiges Patentrezept. Aber es gibt ein paar wesentliche Kriterien, die für unsere private Vorsorgeplanung wichtig sind. Dazu gehört, dass wir auf keinen Fall auf das Renditepotenzial der internationalen Kapitalmärkte verzichten sollten. Aber bitte beachten: Beim Ansparen und bei der Veranlagung muss eine angemessene Risikostreuung gegeben sein. Dies kann zum Beispiel über eine fondsgebundene Lebensversicherung erfolgen. Wobei immer gilt: Je früher wir mit dem Vermögensaufbau, also der ZEITWERTsicherung, beginnen, desto besser. Außerdem stellt sich immer noch die Frage nach einer betrieblichen Vorsorge und auch die Pflegeabsicherung sollten wir nicht vergessen. Wichtig für den persönlichen Vorsorgeplan ist nach Möglichkeit auch die Einbeziehung der Guthaben aus einer Vorsorgekasse. Hier können wir am Ende unserer Aktivitätsphase schließlich noch entscheiden, in welcher Form wir unsere Abfertigung erhalten wollen. Zur Wahl steht die Auszahlung des Kapitalbetrages oder die Verrentung. Wird die Abfertigung ausbezahlt, wird diese mit 6 Prozent versteuert, erfolgt eine Rentenzahlung, ist diese seit 2006 steuerfrei.

Aktuell sind wir mit einer steigenden Inflationsrate konfrontiert. Im Oktober 2021 stiegen die Verbraucherpreise in Österreich um 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und um 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Das sind die höchsten Werte seit zehn Jahren. Wie kann man sich langfristig gegen den drohenden Kaufkraftverlust schützen?

Eine attraktive Rendite ist der beste Inflationsschutz und damit für den nachhaltigen Vermögensaufbau entscheidend. Eine interessante Anlageform sind Fondsgebundene Rentenversicherungen, die neben der Pensionslücke auch unsere zunehmende Langlebigkeit abdecken. Noch ein bedeutender Hinweis: Auch Risikoschutz – u.a. für Haus und Wohnen, Krankheit, Unfall – gehört bedacht.

Vielen Menschen fehlt die Erfahrung und das Wissen um diese vielfältigen Möglichkeiten. An wen kann man sich bei Fragen dazu wenden?

Eine tragfähige Ausgestaltung der Altersvorsorge und deren erfolgreiche Umsetzung brauchen eine gute Analyse als Basis und die Beratung durch einen fachlich kompetenten Vorsorgespezialisten. Dadurch können böse Überraschungen vermieden werden. Gegebenenfalls machen auch Paketlösungen Sinn, da man damit Einzelrisiken und somit unberechenbare Gefahren vermeiden kann.

Vielen Dank für den LEBENSWERTEN Diskurs.

Orientierung finden Interessierte unter: www.hdi-leben.at/beratersuche

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