Christian Wagner, Leiter Produktmanagement

Christian Wagner, Leiter Produktmanagement

© Ingo Folie

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11/06/2021

ZEITWERTsicherung: Der Zinseszins ist unser wichtigster Helfer beim Vermögensaufbau

Wer rechtzeitig mit einem gut durchdachten Vermögensaufbau startet, kann sich bereits mit kleinen monatlichen Beträgen einen Kapitalpolster für die Pension aufbauen. Der Zinseszins spielt dabei eine wichtige Rolle. Vorsorgeexperte Christian Wagner erklärt, worauf man bei der ZEITWERTsicherung achten sollte.

Eines der berühmtesten Zitate von Albert Einstein wurde wie folgt überliefert:

Der Zinseszinseffekt ist das achte Weltwunder. Wer ihn versteht, verdient daran, alle anderen bezahlen ihn.

Das bedeutet nichts anderes, als dass das entscheidende Kriterium für den Erfolg einer Anlage die erzielte Rendite ist. Diese kann aus Zinsen stammen, aus Dividenden oder aus Kursgewinnen. 

Während man Kursgewinne einfach laufen lassen kann, bevor man sie realisiert, fließen Zinsen und Dividenden aufs Konto und können dann für andere Zwecke verwendet werden. Es zahlt sich aber aus, diese Ausschüttungen wieder zu investieren, damit sie selbst auch Renditen abwerfen. Das nennt man Zinseszinseffekt. Er besteht darin, dass wiederkehrende Erträge aus einer Kapitalanlage am Ende eines bestimmten Zeitraums gutgeschrieben werden, ab Beginn der darauffolgenden Periode die erhöhte Einlage sich nun in der Zukunft schneller verzinst.

Interview: Christian Wagner, Leiter Produktmanagement bei der HDI Lebensversicherung AG in Österreich, sieht darin die entscheidende Erfolgsformel für den langfristigen Vermögensaufbau.

Christian Wagner, Leiter Produktmanagement

Herr Wagner, das Geldvermögen der Österreicherinnen und Österreicher stieg 2021 um rund acht Prozent auf den Rekordwert von 799 Milliarden Euro. Dieser Anstieg hätte aber noch viel höher ausfallen können, wenn nicht ein Großteil davon auf quasi zinslosen Sparbüchern liegen würde. Warum verzichten wir auf dieses leicht verdiente Geld?

Christian Wagner: In vielen Fällen mangelt es einfach am notwendigen Wissen über entsprechende Alternativen. Unsere Generation, aber auch die unserer Eltern, ist mit Zinsen groß geworden. Wir haben gelernt: Wenn wir unser Geld auf das Sparbuch legen, dann bekommen wir dafür Zinsen. Wenn wir das Geld lange genug liegen lassen, werden diese Zinsen immer mehr. Und nach fünfzehn, zwanzig Jahren hat sich unser Erspartes verdoppelt. Man musste sich also keine Gedanken über renditestärkere Alternativen machen. Aber diese Zeiten sind schon lange vorbei. Seit rund zehn Jahren gibt es kaum noch Zinsgewinne auf Spareinlagen. Damit fällt ein wesentlicher Erfolgsfaktor weg und unser Geld verliert bei traditionellem Sparverhalten aufgrund der wieder steigenden Inflation massiv an Kaufkraft. Wie sich die Inflation langfristig auf unser Erspartes auswirkt, kann man anhand eines einfachen Beispiels zeigen: Nehmen wir an, wir legen heute 10.000 Euro auf ein Sparbuch, das keine Zinsen mehr abwirft, dann verliert unser Geld bei einer Inflationsrate von 3,3 Prozent innerhalb von zehn Jahren rund 30 Prozent an Wert.

Wie können wir diesem Nullzins-Dilemma entkommen?

Christian Wagner: Die Antwort darauf ist im Grunde genommen einfach: Wir müssen unser Geld intelligent anlegen, damit es für uns arbeitet. Als Lohn dafür bekommen wir dann wieder entsprechende Erträge für eine LEBENSWERTE Rendite. Bei HDI LEBEN sprechen wir hier von ZEITWERTsicherung. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld eignen sich dafür vor allem Kapitalmarktinstrumente wie breitgestreute Aktienfonds oder kostengünstige ETFs im Rahmen einer fondsgebundenen Lebensversicherung. Letztere bietet zusätzlich noch einen Steuervorteil. Diese Kombination hat in den vergangenen Jahren gute Gewinne erzielt – im Gegensatz zum Sparen. Attraktive Renditen sind eine wichtige Basis für einen langfristigen Vermögensaufbau – nicht zuletzt im Bereich der Altersvorsorge. Wir sollten hier auch an unsere Kinder denken, denn je früher wir mit der ZEITWERTsicherung beginnen, desto eher erreichen wir unser Ziel.

Gibt es Fehler, die es bei der ZEITWERTsicherung zu vermeiden gilt?

Christian Wagner: ZEITWERTsicherung kennt kein Richtig oder Falsch. Es geht vielmehr darum, jene Anlageform zu finden, die am besten zu uns bzw. unseren Kindern passt. Jeder von uns hat unterschiedliche Erwartungen an Ertrag, Sicherheit und Verfügbarkeit des Kapitals. Unsere Anlage- und Sparziele sind höchst individuell. Aber es gibt eine Grundsatzregel, die immer gilt: Auf lange Sicht haben auch kleine Beträge eine große Wirkung und Eltern können ihren Kindern damit eine LEBENSWERTE finanzielle Basis sichern.

Wann ist der richtige Zeitpunkt, um mit einer privaten Vorsorge für Kinder zu beginnen?

Christian Wagner: Der ideale Zeitpunkt dafür ist jetzt! Man könnte zum Beispiel den Familienbonus für die Altersvorsorge verwenden. Denn je länger wir warten, desto mehr Geld müssen wir in die Hand nehmen, um bis zum Pensionsantritt unserer Kinder einen entsprechend gut gefüllten Kapitalpolster zu erreichen. Dabei kann man den Wert der Zeit anhand eines einfachen Beispiels sehr gut veranschaulichen: Wenn wir für ein Kind ab dessen zehntem Lebensjahr monatlich rund 90 Euro ansparen, so hat es mit 65 Jahren bei einer Verzinsung von durchschnittlich 3 Prozent pro Jahr rund 150.000 Euro zur Verfügung. Beginnen wir erst mit dessen 20. Lebensjahr, müssen wir bereits mehr als 130 Euro monatlich ansparen. Ein 50-Jähriger müsste dafür bereits 660 Euro im Monat zur Seite legen.

Welchen abschließenden Rat geben Sie Eltern und jungen Menschen?

Christian Wagner: Wichtig ist es, sich frühzeitig mit privater Vorsorge zu befassen und die Zeit für sich arbeiten zu lassen. Wer sich Prioritäten sowie Ziele setzt, Verantwortung für sich und seine Familie übernimmt und mit persönlicher ZEITWERTsicherung beginnt, ist auf einem guten Weg. Ich empfehle außerdem ein umfassendes Beratungsgespräch mit einem vertrauensvollen, zuverlässigen und fachlich kompetenten Vorsorgespezialisten.

Orientierung finden Interessierte unter www.hdi-leben.at/beratersuche

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