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05/14/2020

Fit bleiben: Warum ist Dehnen wichtig?

Stretching gehört nicht unbedingt in jedermanns Standardrepertoire. Wobei Dehnen hilft und wer es wann tun sollte, lesen Sie hier.

Woran denken Sie beim Wort Dehnen? An verkürzte Waden bei Läufern? Daran, dass Sie im Stehen mit den Fingerspitzen den Boden nicht erreichen? Richtig durchgeführt kann regelmäßiges Dehnen unterstützen, Schmerzen bei Verspannungen zu lösen, muskuläre Verkürzungen auszugleichen und die Beweglichkeit zu verbessern.

Vom statischen und dynamischen Dehnen

Dehnen ist aber nicht gleich Dehnen: Stretching bezeichnet in der Regel statisches Dehnen. Etwa 15 bis 30 Sekunden lang verharrt man dabei in der maximalen Dehnungsposition und verbessert mit der Zeit seine Beweglichkeit. Beim dynamischen Dehnen hingegen wippt oder schaukelt man sanft und tastet sich mit jedem Wippen näher an die maximale Dehnung an.

Vor oder nach dem Sport? Es kommt darauf an

Wie wurde es Ihnen beigebracht – vor, inmitten oder nach der Sporteinheit dehnen? Die Wissenschaft entwickelt sich ständig weiter. In jedem Fall ist es empfehlenswert, eine Sporteinheit mit Aufwärmen zu beginnen. Lockeres Laufen kurbelt den Kreislauf an und bringt den Körper sozusagen auf Betriebstemperatur.

Üben Sie Kraftsport aus oder Stop-and-Go-Bewegungen wie zum Beispiel beim Tennis, dann sollten Sie vor der Einheit dynamisch dehnen. Das Verletzungsrisiko ist dadurch nicht automatisch reduziert – aber dynamisches Dehnen kann vorbeugen.

Statisches Dehnen eignet sich eher nach dem Sport, um die Faszien rund um die Muskeln wieder zu entspannen. Bei starken Belastungen, sehr langen Läufen oder Wettkämpfen ist anschließendes Dehnen weniger zu empfehlen. Möglicherweise sind winzige Risse in den Muskelfasern entstanden, die sich am nächsten Tag als Muskelkater bemerkbar machen. Werden diese gedehnt, kann das die Miniverletzungen sogar verstärken.

Bei gewissen Sportarten gehört die Dehnung ohnehin dazu – dazu zählen Turnen, Kampfsportarten, Hürdenlauf, Eiskunstlauf oder Ballett. Diese SportlerInnen klären am besten mit ihrer Trainerin oder ihrem Trainer ab, wann und wie viel Dehnen gut tut.

Hier schafft Dehnen Abhilfe

Als Faustregel gilt: Tut Ihnen Dehnen gut, dann dehnen Sie. Zusätzlich zu den genannten Sportarten sollten Sie dann dehnen, wenn Sie ungünstige Ausweichbewegungen beim Laufen, Bücken oder Heben machen, weil Sie nicht beweglich genug sind. Älteren und gestressten Menschen ist Dehnen allgemein zu empfehlen.

Nicht umsonst liegt beim Yoga, das bei vielen Menschen das Wohlbefinden fördert, ein Schwerpunkt auf Dehnung. Oft sprechen YogalehrerInnen metaphorisch davon, dass Sie „Ihr Herz öffnen“ beim Dehnen des Oberkörpers. Verspannungen im Nacken können durch Dehnen gelindert werden – aber nicht immer wird damit auch die Ursache bekämpft.

Was Sie darüber hinaus beachten sollten

Muskeln brauchen beim Sport mehr Sauerstoff – das ist soweit bekannt. Achten Sie aber auch beim Dehnen auf eine tiefe und gleichmäßige Atmung. Die Luft anzuhalten führt nämlich zu Verspannungen und Blockaden.

Eine Dehnung darf ziehen und herausfordern – sie sollte aber nie schmerzen oder gar stechen.

Für Menschen, die von Natur aus sehr beweglich sind (Hypermobilität), ist Dehnen nicht unbedingt ratsam. Sie sollten für eine gesunde Körperhaltung eher ihre Muskeln kräftigen.

Sie wollen es noch genauer wissen? Fragen zu Ihrer persönlichen Fitness stellen Sie am besten an den GesundheitsCoach, der Ihnen als Generali Gesundheitsvorsorge-Kunde zur Verfügung steht.

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