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Chronik Wien

Wien: Erster Bezirk spricht sich gegen Heizschwammerl im Winter aus

Gastronomen sind angehalten, im Winter auf das Einschalten der "Freiluftheizungen" zu verzichten.

von Julia Schrenk

09/15/2022, 10:42 AM

Wiens Innere Stadt prescht voraus und will im kommenden Winter das umsetzen, was Umweltministerin Leonore Gewessler (Gr√ľne) gerne √∂sterreichweit h√§tte: Dass die Heizschwammerl in den Schanig√§rten abgedreht werden. Beziehungsweise gar nicht erst aufgedreht werden.

In der Bezirksvertretungssitzung am Mittwoch, 14. September, brachten die Gr√ľnen Innere Stadt eine Resolutionsantrag ein. Alle Gastronomen des 1. Bezirks seien angehalten, auf das Aufstellen und Aufdrehen von Heizstrahlern im Winter zu verzichten. "Bisher haben die Heizungen schon Menschen ver√§rgert, heuer w√§re es angesichts der Energiekrise vollkommen unverst√§ndlich, geradezu eine Provokation", sagt der Klubobman der Gr√ľnen im 1. Bezirk, Alexander Hirschenhauser.  Und: "Solange niemand eine Au√üenheizung betreibt, entsteht keinem Betrieb ein Wettbewerbsnachteil", argumentieren die Gr√ľnen. 

Auch Bezirksvorsteher Markus Figl (√ĖVP) ist daf√ľr: "Manche Gastronomiebetriebe haben bereits in Eigeninitiative angek√ľndigt, ihre Heizstrahler in diesem Winter nicht in Betrieb nehmen zu wollen", sagt Figl.

Appell, kein Verbot

Der Antrag wurde von allen Parteien im Bezirksparlarment vertretenen Parteien angenommen. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Aufstellen (und Aufdrehen) von Heizstrahlern in den Schanigärten des 1. Bezirks damit verboten wäre. Das könnte der Bezirk gar nicht. Denn das Aufstellen von Heizstrahlen ist eine bundesgesetztliche Angelegenheit, wie man in der Magistratsdirektion betont. Geregelt in der Gewerbeordnung bzw. im Energieeffizienzgesetz.

In Wien hat man zuletzt mit dem Anhebender Heizschwammerlabgabe einen Lenkungseffekt in Sachen Energiesparen zu erzielen: Ab J√§nner m√ľssen die Wiener Gastronomen, die einen Winterschanigarten sowie das Aufstellen eines Heizstrahlers genehmigt bekommen haben, n√§mlich mehr zahlen. Und zwar 120 Euro statt bisher 62 Euro Jahresabgabe f√ľr jede begonnenen 4 kW Nennanschlussleistung. M√∂glich ist das durch eine √Ąnderung des Gebrauchsabgabengesetzes.

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