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Chronik Wien
10/08/2020

Wien baut neue Sporthalle für 3.000 Zuschauer

Standort und Zeitplan noch offen. Für Wettkämpfe und Trainings mit Schwerpunkt Ballsport. Kosten: Rund 30 Millionen Euro.

In Wien entsteht in den kommenden Jahren eine neue multifunktionale Sporthalle mit Schwerpunkt Ballsport. Trainings sollen dort ebenso stattfinden können wie Wettkämpfe, kündigte Sportstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Donnerstag in einer Pressekonferenz an. 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer werden darin Platz finden. Die Kosten wurden mit rund 30 Millionen Euro beziffert.

Das Projekt ist Teil des am Donnerstag präsentierten Sportstättenentwicklungsplans "Sport. Wien. 2030", der die Leitlinien für die Weiterentwicklung des entsprechenden Angebots in der Bundeshauptstadt beinhaltet. Darauf basierend werden in den kommenden Jahren 150 Mio. Euro in den Ausbau und die Sanierung von Sportanlagen gesteckt. Hacker sprach vom "größten Investitionsauftrag seit Jahrzehnten", einem "ziemlichen Booster für den Sport in Wien".

Flexible Tribünen

Gemeinsam mit dem grünen Sportsprecher Hans Arsenovic und Anatol Richter, Chef der für Sport zuständigen MA 51, stellte der Stadtrat die näheren Details vor. Gut ein Fünftel des Geldes fließt also in die neue Sporthalle. Durch ein- und ausfahrbare Tribünen könne innerhalb kurzer Zeit vom Trainings- in den Wettkampfbetrieb samt TV-Übertragungsmöglichkeiten gewechselt werden, hieß es. Wo die Halle stehen wird, ist noch unklar. Denkbar sei etwa, das in der Leopoldstadt befindliche Dusika-Stadion durch den Neubau zu ersetzen, sagte Hacker. Aber auch Standorte nördlich der Donau würden geprüft.

Angestrebt wird, Anfang 2021 den Bau im Gemeinderat zu beschließen. Dann würden die weiteren Umsetzungsschritte folgen, wobei ein Zieldatum für den konkreten Baubeginn bzw. die Fertigstellung noch nicht genannt wurden.

Zusätzlich zur Multifunktionshalle will die Stadt drei neue Trainingshallen in Leichtbauweise errichten. Sie sollen jeweils rund 4.000 Quadratmeter groß und zwölf Meter hoch sein und unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten - von Leichtathletik und Turnen bis Ball- und Trendsport - bieten. Auch Erweiterungen bestehender Anlagen stehen am Programm. So wird etwa im Stadionbad im Prater ein neues 50-Meter-Becken gebaut. Zusätzliche Pump Tracks und Ballspielkäfige im öffentlichen Raum sind ebenfalls vorgesehen.

Außerdem werden die städtischen Rundhallen schrittweise auf Vordermann gebracht. Die Vereins-Sportanlagen werden ebenfalls saniert - etwa in Form neuer Garderobengebäude und Flutlichtanlagen oder der Errichtung zusätzlicher Spielfelder. Die Nutzungsmöglichkeit von Schulturnsälen für Vereine an Wochenenden oder in den Ferien soll ausgeweitet werden.

Breitensport

Hacker betonte, dass der Fokus des Entwicklungsplans "ganz klar auf den Breitensport ausgerichtet" sei und nicht "auf ein, zwei Leuchtturmprojekte". Gearbeitet wurde fast zwei Jahre lang daran. Basis war eine Befragung der über 70 Wiener Fachverbände und ihrer Vereine. Die Rückmeldungen hätten einen Bedarf an zusätzlichen Trainingsmöglichkeiten deutlich gemacht, insbesondere für den Hallensport, hieß es. Von Vereinen und Verbänden aus dem Ballsport sei zudem Bedarf an einer größeren Halle für nationale und internationale Sportwettkämpfe geäußert worden. Diesen Wünschen wolle die Stadt nun Rechnung tragen.

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