Wenig Aussicht auf zweiten Covid-Bonus für Spitalspersonal

Wenig Aussicht auf zweiten Covid-Bonus für Spitalspersonal
Die Stadt verweist auf die Versprechungen des Kanzler. Knapp 6.000 Mitarbeiter bekamen in der ersten Runde je 400 Euro.

Frustration macht sich ein Jahr nach Pandemiebeginn beim Pflegepersonal in den Wiener Spitälern breit: „Wir sind alle nur am Arbeiten, und viele von uns sind schon sehr erschöpft. Vor allem die Kollegen, die auf Covid-Stationen arbeiten“, schildert Spitalsmitarbeiter Martin T. (Name geändert).

Was gerne vergessen wird: Viele aus dem Pflegepersonal haben sich selbst mit dem Virus angesteckt – mit allen Konsequenzen. „Ich hab mich auch infiziert. Es macht die Sache nicht wirklich leichter, wenn man zwei Monate danach immer noch nicht zu hundert Prozent fit ist, aber arbeiten muss“, schildert der Pfleger. „Aber das Personal ist knapp, und irgendjemand muss ja am Bett stehen.“

Als Anerkennung für ihre Leistung während der Pandemie beschloss die Stadt im vergangenen Sommer eine Prämie von 500 Euro für insgesamt 4.000 Mitarbeiter, die direkt mit Covid-19-Patienten zu tun hatten.

Eine Maßnahme, die von Anfang an auf Skepsis stieß. Der Wiener Ärztekammer-Vizepräsident Wolfgang Weismüller etwa kritisierte damals, dass nur ein Bruchteil des Spitalspersonals davon profitieren würde.

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