Die Polizei konnte weitere Opfer nicht ausschließen

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Wien
12/13/2020

Verfassungsschutz ermittelt nach Anschlag auf Buchhandlung

Scheiben von Buchhandlung eingeschlagen und Fassade beschmiert, politisch motivierter Anschlag vermutet.

Bereits in der Nacht von 4. auf 5. Dezember gab es einen Anschlag auf eine Buchhandlung in Wien. Wie erst jetzt bekannt wurde, schlugen die unbekannten TÀter eine Auslagenscheibe mehrmals ein und beschmierten andere Fensterscheiben des GeschÀfts mit schwarzer Farbe.

Der Grund fĂŒr den Angriff auf die Buchhandlung, die sich unter anderem auf MilitĂ€r- und Zeitgeschichte spezialisiert hat, wird als politisch motiviert gesehen, wie die Landespolizeidirektion Wien am Sonntag gegenĂŒber dem KURIER bestĂ€tigt.

Ob der Anschlag von Linksextremen durchgefĂŒhrt wurde oder nicht, sei noch unklar. Die Buchhandlung decke in ihrem Sortiment auch viele umstrittene BĂŒcher der rechten Szene ab. Darunter ist das Programm des „Ares-Verlags“, der Titel wie „Nationalismus als Tugend“ oder „Hitler in Hell – Was er noch zu sagen hĂ€tte...“ publiziert. Außerdem werden laut Webseite Militaria-Sammlertreffen organisiert.

Politisch motiviert

Wie eine Polizeisprecherin am Sonntag bestĂ€tigt, hat das Landesamt fĂŒr Verfassungsschutz die Ermittlungen in dem Fall aufgenommen. Bis jetzt könne man noch keine konkreten Ermittlungsergebnisse in dem Fall prĂ€sentieren, heißt es. Die VerfassungsschĂŒtzer ermitteln in alle Richtungen. Die Höhe des entstandenen Sachschadens an der Buchhandlung ist derzeit nicht bekannt. Der Besitzer der Buchhandlung wollte sich auf KURIER-Anfrage zum Vorfall nicht Ă€ußern.

 

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