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Umbau jetzt fertig: Das wurde aus einem der schönsten Gastgärten Wiens

Trinkbrunnen statt Zapfhahn heißt es ab sofort im Alten AKH. So wurde einer der bekanntesten Biergärten der Stadt „renaturiert“.
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Dort, wo sich früher beim Universitätsbräuhaus einer der schönsten Gastgärten Wiens befunden hat,  gibt es nun einen neuen Grünbereich mit konsumfreier Zone. 600 Quadratmeter Fläche, die der Gastgarten seit Eröffnung des Uni-Campus’ Altes AKH in den 1990er-Jahren eingenommen hatte, wurden in den vergangenen Wochen „renaturiert“: mit Sitzgelegenheiten und Tischen, neuen Sträuchern und einem sattgrünen (weil bewässerten) Rasen. Statt eines Zapfhahns mit Gerstensaft steht nun mitten im ehemaligen Gastgarten ein Trinkbrunnen mit Logo der Universität Wien, wo das Wasser gratis herausfließt. 

Neuer Trinkbrunnen.

Trinkbrunnen der Uni Wien.

Neu gestalteter Grünbereich mit Rasen, Bäumen und Sitzbänken im Campushof.

Seltener Anblick: Sattgrüner Rasen.

Wie der KURIER berichtete, wurde im April mit diesem Rückbau begonnen: Er ist eine der Kompensationsmaßnahmen für den Bau des neuen „Quantum Cubes“ für die Physiker im benachbarten Hof 2 des Campus, wo rund 400 m2 der großen Wiese versiegelt werden sollen (Baubeginn ist demnächt/der KURIER berichtete). Der frühere Gastro-Innenbereich samt Kellerstüberl wiederum soll zum „Student Space“ werden. „Ab 2027 sind hier konsumfreie Aufenthalts- und Lernbereiche geplant“, sagte Uni-Sprecherin Cornelia Blum.

Gastgarten

So war es früher: Gastgarten des Unibräu.

Ende einer Ära

Dass ein derart beliebter und traditionsreicher Gastronomiestandort passé ist, verrät freilich auch viel über die Wiener Gastro-Szene an sich: Denn nach der Eröffnung anno 1998 war das Unibräu viele Jahre eine wahre Goldgrube, wo man im Frühling und Sommer ohne Reservierung kaum einen Platz im Gastgarten bekommen konnte: Legendär die auf Holzkohle gegrillten Spareribs oder die Fassbier-Kreationen aus Zwettl mit klingenden akademischen Namen wie „Magister Märzen“ und „Doktor Pilsen“. Später kredenzte Pächter Stefan Hajszan – Wiener Biowein-Pionier – dann auch seine edlen Tröpferl.

Qualität sank rapide

Doch nach einer Neuübernahme – Hajszan verabschiedete sich später nach Neuseeland – ging es mit dem Unibräu in den 2010er-Jahren rapide bergab: Noch heute sind im Internet Kundenrezensionen über mangelnde Qualität, unfreundliche Kellner und falsche Abrechnungen zu lesen. Die Gäste blieben aus – dafür kam Corona, und damit das Ende. Das Nachfolgeprojekt einer Pizzeria (2021–23) war auch nicht von langer Dauer. Stattdessen gibt es nun eine zusätzliche kleine Grünoase im Alten AKH.

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