Visualisierung des neuen U2/U5-Kreuzes beim Rathaus. 

© Wiener Linien/Wiener Linien/Arch Mossburger /oln Datenquelle: data.wien.gv.at

Chronik Wien
01/07/2021

U2/U5-Kreuz beim Rathaus: Umleitung ab Montagabend für vier Jahre

Ab 11. Jänner um ca. 22 Uhr müssen sich Autofahrer und Radler rund um das Rathaus an neue Routen gewöhnen. Bis Freitag soll die Umleitung fertig eingerichtet sein.

von Stefanie Rachbauer

Der in wenigen Tagen beginnende Bau des neuen Linienkreuzes von U2 und U5 beim Wiener Rathaus ist ein komplexes Projekt. Nicht minder komplex ist die Regelung des Verkehrs an der Oberfläche während dieser Zeit. Das zeigen neue Details zur Verkehrsführung in der Baustellenphase, die die Stadt am Donnerstag bekannt gegeben hat.  

Wie berichtet, müssen sich Autofahrer ab 11. Jänner rund um das Rathaus auf neue Routen einstellen: Ein Teil der Landesgerichtsstraße - eine der Hauptverkehrsrouten Wiens - wird zur Einbahn. Der Verkehr wird über die Felderstraße und die Ebendorfer Straße umgeleitet.

Zudem ist die Durchfahrt Alser Straße/ Universitätsstraße gesperrt - ausweichen kann man über die Frankgasse und die Haulerstraße.

Schlagend wird das alles ab Montagabend: Zwischen 18 und 19 Uhr werde die neue Route eingerichtet, sagte der städtische Baustellenkoordinator Peter Lenz bei einer Pressekonferenz. "Gegen 22 Uhr wird die Umleitung dann in Betrieb sein."

Erste Tage kritisch

Doch das heißt nicht, dass die alternative Strecke zu diesem Zeitpunkt bereits fertig ist: Zu Beginn werden noch Bodenmarkierungen und Schilder fehlen, hieß es. Und: Sechs Ampeln müssen neu aufgestellt bzw. umprogrammiert werden. Bis Freitagnachmittag soll all das erledigt sein. 

Die Stadt appelliert daher an Autolenker, vor allem in den ersten Tagen (also solange die Umleitung noch nicht komplett ist), großräumig auszuweichen oder auf die Öffis umzusteigen.

Die erste Bewährungsprobe steht dann nach dem Wochenende am 18. Jänner an: "Da wird man sehen, ob alles läuft", sagte Gerald Winterstein von der Magistratsabteilung 33, die eine Verkehrssimulation für die Umleitung durchgeführt hat. 

Dass dem so sein wird, davon geht man bei der Stadt auf Basis dieser Simulation aus: Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase werde die Umleitungsstrecke ohne "gravierende Staus" passierbar sein, versichert man. 

Polizei soll Kreuzungen freihalten

Damit an den ersten Tagen so wenig Chaos wie möglich entsteht, wird die Polizei vor Ort sein. Sie soll verhindern, dass Autofahrer Kreuzungen verstellen und so den Verkehr aufhalten. Die Gefahr dafür bestehe vor allem an der Kreuzung von Hörlgasse, Währinger Straße und Straße des 8. Mai sowie an der Kreuzung von Universitätsstraße und Ebendorfer Straße. 

Einschränkungen gibt es übrigens auch für Radfahrer: Der Radweg entlang der Landesgerichtsstraße wird komplett gesperrt. Die Umleitung führt über die Rathausstraße. 

Auf Fußgänger und Öffi-Nutzer kommen keine Neuerungen zu, die Straßenbahnen im Umkreis des Rathauses fahren und halten wie gewohnt. 

25 Meter tiefe Gruben

Bleiben wird diese neue Verkehrssituation laut Baustellenkoordinator Lenz für eine ziemlich lange Zeit: Die Umleitung wird jedenfalls für vier Jahre nötig sein. Danach müsse die Landesgerichtsstraße "neu gemacht werden". 

Sollte man auf der Umleitung dennoch einmal im Stau stehen, gibt es zumindest etwas zu sehen: Entlang der Landesgerichtsstraße entstehen ab sofort bis zu 25 Meter tiefe Baugruben für das neue U-Bahn-Kreuz. Im Jahr 2026 wird man dann beim Rathaus erstmals in die vollautomatische U5 einsteigen können. 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.