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Chronik Wien
12/14/2020

Wiener U5 kommt mit einem weiteren Jahr Verspätung

Die neue Linie wird wohl erst 2026 in Betrieb gehen, Stadtrat Hanke wird in den nächsten Tagen einen Plan vorlegen. Baustart ist im Jänner.

Der Neubau der U5 und die Verlängerung der U2 stehen unmittelbar bevor. Die Inbetriebnahme dürfte sich allerdings um ein Jahr verzögern. Das ist die neueste Entwicklung bei dem Großprojekt.  

Im Zuge des Bauvorhabens wird die neue U5 auf dem jetzigen U2-Abschnitt vom Karlsplatz bis zum Rathaus und dann auf einer neu gebauten Strecke in der ersten Ausbaustufe bis zum Frankhplatz (Altes AKH) und dann weiter zum Elterleinplatz fahren.

Die U2 wiederum wird ab der Station Rathaus auf einer neuen Trasse Richtung Süden unterwegs sein - und zwar über die Neubaugasse und die Pilgramgasse bis zur vorläufigen Endstation Matzleinsdorfer Platz und später weiter zum Wienerberg. 

So weit, so bekannt. Wie der Standard am Montagabend berichtete, soll bereits ab 11. Jänner 2021 gebaut werden. Im Bereich der Alser Straße, der Landesgerichtsstraße sowie der Josefstädter Straße dürften die Tiefbauarbeiten beginnen.

In dem Bericht, der sich auf Informationen der Wirtschaftskammer beruft, heißt es, dass mit "starken Auswirkungen für den Verkehr über mindestens fünf Jahre" zu rechnen sei. Betroffen soll demnach etwa die Verbindung Alser Straße – Universitätsstraße sein.

Und: Der erste Abschnitt der U5 werde erst im Jahr 2026 in Betrieb gehen, heißt es weiter. Bisher war mit dem Jahr 2025 kalkuliert worden.  

Bei den Wiener Linien und im Büro des neuerdings für die Öffis zuständigen Stadtrats Peter Hanke (SPÖ) will man den Bericht nicht bestätigen. Aber: Auf KURIER-Anfrage heißt es, dass man das Ressort und das Projekt vor drei Wochen übernommen und sich den Status quo des U-Bahn-Ausbaus angesehen habe.

Nachdem vor Kurzem die „letzten offenen Fragen“ geklärt wurden, werde Hanke in den nächsten Tagen einen „genauen Kosten- und Zeitplan“ vorlegen.

Erneute Verzögerung

Bei der nunmehrigen Verzögerung handelt es sich nicht um erste Abweichung vom Zeitplan des Milliardenprojekts. Im November 2018 war bekannt geworden, dass zwei große Tiefbau-Abschnitte neu ausgeschrieben werden müssen. Die vorliegenden Angebote wurden damals von Wiener-Linien-Chef Günter Steinbauer als "für ein mit Steuergeldern finanziertes Projekt inakzeptabel" eingestuft.

Damals hieß es, dass durch die Neuausschreibung die U5 erst ab 2025 (statt 2024) zum  Frankhplatz (Altes AKH) und die U2 erst ab 2027 (statt 2026) zum Matzleinsdorfer Platz fahren werde.

Die nun bekannt gewordene Verzögerung bei der U5 wird wohl auch Auswirkungen auf den Ausbau der neuen U2 haben: Der Fertigstellungstermin war bisher zwei Jahre nach Finalisierung des ersten U5-Abschnitts angesetzt gewesen. Das heißt: Die U2 dürfte im Jahr 2028 - und damit ebenfalls ein Jahr später als zuletzt geplant - in Betrieb gehen.  

Lange Sperren zentraler Stationen

Im Bereich des Frankhplatzes bzw. der Alser Straße wird schon seit einiger Zeit gegraben. Besonders umfangreich dürften allerdings die noch nicht begonnenen Bauarbeiten an der Knotenstation Rathaus, die künftig als Doppelstation (U2/U5) fungieren wird, ausfallen.

Zahlreiche Umsteigemöglichkeiten bringt künftig außerdem die U2-Trassenverlängerung Richtung Süden über die Neubaugasse (U3) und die Pilgramgasse (U4) bis zur zum Matzleinsdorfer Platz (S-Bahn).

Im Zuge der Bauarbeiten kommen lange Teilsperren auf die Wiener zu. "Ab voraussichtlich Mai 2021 wird die Linie U2 zwischen Karlsplatz und Schottentor für die Dauer von zwei Jahren gesperrt", heißt es im Standard-BerichtDavon betroffen seien auch die U2-Haltestellen Museumsquartier, Volkstheater und Rathaus. 

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