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Chronik Wien
09/11/2019

TU-Forscher zu Linker Wienzeile: "Das ist kein Stau"

Autofahrer klagen über Verzögerungen wegen der Bauarbeiten. Um einen echten Stau handelt es sich laut TU Wien aber nicht.

von Stefanie Rachbauer, Dieter Frauenlob, Katrin Solomon

Seit eineinhalb Wochen ist die Linke Wienzeile ein Nadelöhr: Eine halbe Stunde stehe sie schon da, berichtet eine Frau beim KURIER-Lokalaugenschein. Der Mann im Auto hinter ihr spricht von „zehn, zwölf Minuten“, in denen er nur langsam vorankomme.

Ab dem Getreidemarkt müssen Autolenker mit einer statt zwei Fahrspuren auskommen: Zwischen Nibelungengasse und Köstlergasse wird die letzte Lücke im Wiental-Radweg geschlossen und die Fahrbahn saniert. Die Polizei zog zuletzt eine positive Bilanz über die ersten Baustellen-Tage, laut ÖAMTC gab es „messbare Verzögerungen“.

Aber wie schlimm ist der Stau tatsächlich? Dieser Frage geht nun die Technische Universität Wien (TU) mithilfe von Echtzeit-Daten nach. „Es gibt teilweise Stau“, fasst Verkehrsplaner Ulrich Leth die bisherigen Messungen zusammen.