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Chronik Wien
09/07/2019

Radweg-Bau: Polizei zieht positive Bilanz über erste Woche

Autolenker hätten die Linke Wienzeile goßräumig umfahren, sagt die Verkehrspolizei. Der ÖAMTC registriert Verzögerungen.

von Julia Schrenk, Stefanie Rachbauer

Dass so viele Autofahrer ihren Pkw stehen gelassen haben oder die Baustelle für den Lückenschluss des Wiental-Radwegs an der Linken Wienzeile großräumig umfahren haben, hat sogar den Chef der Wiener Verkehrspolizei positiv überrascht: „Die Warnungen – auch medial begleitet – haben ihre Wirkung gezeigt“, sagt Michael Takacs.

20.000 Fahrzeuge bewegen sich üblicherweise pro Tag in diesem Bereich. „Davon sind wir derzeit weit entfernt.“

Seit Montag waren täglich 40 Polizisten an zehn Kreuzungen im Umfeld der Baustelle im Einsatz. Ihre Aufgabe: Verhindern, dass Autolenker durch unüberlegtes Einfahren Kreuzungen blockieren und so den Verkehr lahmlegen.

ÖAMTC: "Messbare Verzögerungen"

Laut Harald Lasser vom ÖAMTC gab es bisher „zwar keine Megastaus, aber messbare Verzögerungen“ – auch auf den Zubringern. Eine Testfahrt des ÖAMTC am frühen Donnerstagnachmittag vom Schwarzenbergplatz zur Friedrichstraße habe 17 Minuten gedauert. „Das ist doppelt so lang wie sonst – zu einer Zeit, wo das Verkehrsaufkommen gering ist.“

Die Baustelle wirke sich auch stadteinwärts – auf die Rechte Wienzeile oder die Wiedner Hauptstraße – aus. Die Einsatzorte der Polizisten werden nun evaluiert und gegebenenfalls geändert.