Eine Visualisierung der von SPÖ-Stadträtin Ulli Sima geplanten Markthalle beim Naschmarkt. 

© Stadt Wien

Chronik Wien
05/12/2021

Streit um Markthalle beim Naschmarkt: Zwei weitere Unterschriften-Aktionen

Jetzt mischen in der Debatte um den Parkplatz auch die FPÖ und eine Bürgerinitiative mit.

So verschieden die Meinungen zur Zukunft des Naschmarkt-Parkplatzes sind, so zahlreich sind mittlerweile auch die Optionen, diese kundzutun: Seit April laufen das offizielle Beteiligungsverfahren von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ) und eine Online-Unterschriftenaktion der Grünen. Nun kommen zwei neue Petitionen dazu.

Ausgangspunkt für all das ist Simas Plan, auf einem Teil der Fläche zwischen Kettenbrücke und Rüdigerhof eine Markthalle zu bauen. Die Grünen würden dort lieber einen Park umsetzen.

Die FPÖ will dagegen den Status quo erhalten und hat deshalb am Dienstag eine Unterschriftenaktion gestartet. Simas Bürgerbeteiligung sei eine „Mogelpackung“, so Planungssprecher Toni Mahdalik. Denn ein „Nein“ zur Markthalle stehe nicht als Antwort zur Verfügung.

Die Blauen möchten allen voran zwei Dinge am Naschmarkt-Parkplatz beibehalten: die Stellplätze und den samstäglichen Flohmarkt auf der Fläche, den die Halle gefährde.

Die Unterschriften werden laut Leo Kohlbauer, FPÖ-Chef im 6. Bezirk, bis Juni vor Ort gesammelt. Eventuell schaffe man auch noch die Möglichkeit, online teilzunehmen.

Offizieller Charakter

Parkplätze und den Flohmarkt will auch die knapp drei Wochen junge Bürgerinitiative „Freier Naschmarkt“ erhalten – die Parkplätze allerdings nur für die Anrainer.

Die wichtigste Forderung der Gruppe aus Bewohnern der angrenzenden Bezirke und Fachleuten ist allerdings jene nach Grün.

„Wir wünschen uns ein konsumfreies Naherholungsgebiet“, sagt Sprecher Bernhard Cella. Der Stadt gehe es vielmehr darum, mit der Markthalle eine Architektur zu schaffen, die für kommerzielle Zwecke vermarktbar sei.

Auch die Bürgerinitiative sammelt Unterschriften: Sie sollen in Form einer offiziellen Petition an den Gemeinderat gerichtet werden. Der formale Charakter und die Unabhängigkeit würden die Petition der Initiative maßgeblich von den Aktionen von Grün und Blau unterscheiden, so Sprecherin Rosa Märzendorfer.

Unterstützen kann man die Forderungen ab nächster Woche – über die Petitionsplattform der Stadt.

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