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Chronik Wien
11/30/2021

Reinprechtsdorfer Straße: Skepsis nach Verkehrsstudie

Für die Grünen bleiben viele Unklarheiten, wie die Einkaufsstraße in Margareten umgestaltet werden soll.

von Josef Gebhard

Gemischt fallen die Reaktionen auf die von Bezirksvorsteherin Silvia Jankovic (SPÖ) beauftragten Verkehrsanalyse für die Reinprechtsdorfer Straße aus. Sie soll wie berichtet Grundlage für die Umgestaltung der Einkaufsmeile sein. Laut Studie würde eine durchgehende Einbahnstraße unter den untersuchten Modellen die meiste Entlastung bringen.

„Die sechs Seiten, die uns präsentiert wurden, liefern mehr Fragen als Antworten“, kritisiert der grüne stv. Bezirksvorsteher Thomas Kerekes. So sei völlig unklar, auf welchen Daten die Modellrechnung basieren würde.

Obendrein seien wesentliche Varianten gar nicht analysiert worden. Allen voran die Auswirkungen einer zusätzlichen Verkehrsberuhigung (etwa eine Begegnungszone) auf Höhe des Siebenbrunnenplatzes. „Ob sie kommt, ist aber die entscheidende Frage, und nicht so sehr, ob es eine Einbahn gibt oder nicht“, sagt Kerekes. Denn eine Einbahn-Lösung allein würde weiterhin für Durchzugsverkehr sorgen und nur bedingt zur Aufwertung der Geschäftsstraße beitragen.

Viele offene Fragen

Kerekes kritisiert weiters, dass man in der Studie nur die Reinprechtsdorfer Straße und die Ramperstorffergasse, nicht aber die Auswirkung diverser Umgestaltungsmaßnahmen auf die anderen Seitenstraßen im Grätzel untersucht habe. Zu befürchten sei, dass sie künftig mehr Verkehr abbekommen. Und weiterhin völlig ungewiss sei die künftige Linienführung des 14 A.

Bürgerversammlung

Für eine Verkehrsberuhigung in der Geschäftsstraße tritt auch die ÖVP ein, nur liegen bei den Türkisen die Schwerpunkte etwas anders: „Wichtig ist eine Steigerung der Aufenthaltsqualität, es braucht aber auch Parkplätze“, betont Klubchef Alexander Maly. Diese wären in einem ersten Entwurf in großer Zahl weggefallen, sagt er.

Zur Zukunft der Reinprechtsdorfer Straße findet am heutigen Mittwoch um 16 Uhr eine Bürgerversammlung statt. Pandemiebedingt aber als Online-Meeting.

 

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