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Chronik Wien
09/07/2020

Ohne Maske in U-Bahn-Station: Wiener Linien "fahnden" nach Dominik Nepp

Der städtische Verkehrsbetrieb hat ein Foto geteilt, das den blauen Vizebürgermeister ohne Maske in einer U-Bahn-Station zeigt. Die FPÖ kontert nun mit einem Foto von Stadträtin Sima (SPÖ) - ebenfalls ohne Maske.

von Stefanie Rachbauer

Eine oberirdische Otto-Wagner-U-Bahn-Station und eine U-Bahngarnitur im Hintergrund. FPÖ-Vizebürgermeister Dominik Nepp im Vordergrund - ohne Maske.

Das alles ist auf einem Foto zu sehen, das die Wiener Linien am Montag auf Twitter geteilt haben - mit dem Zusatz: "Kostet 50 Euro".

"Die Maskenpflicht gilt für alle: Wer kann uns Hinweise zur Identität dieses MNS-Verweigerers geben?", ist im zugehörigen Bildtext zu lesen.

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Zur Erinnerung: In den Beförderungsbedingungen der Wiener Linien ist festgehalten, dass Fahrgäste sowohl in den Fahrzeugen, als auch in den U-Bahn-Stationen ab der Entwertersperre in Richtung Bahnsteig einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen.

Für den restlichen Stationsbereich empfehlen die Wiener Linien lediglich, Mund und Nase zu bedecken.

"Wahlkampf für SPÖ"

Nepp befindet sich auf dem Foto, das in der Kronen Zeitung erschienen ist, jedenfalls in dem Bereich ab der Entwertersperre. Er habe die Maske nur kurz für das Bild abgenommen, heißt es auf KURIER-Anfrage aus seinem Büro.

"Die Wiener Linien sollen nicht für die SPÖ Wahlkampf machen sondern sich lieber um ihre ständigen Verspätungen kümmern", sagt ein Sprecher. Laut der Lockerungsverordnung des Ministeriums gelte die Masken-Pflicht außerdem nur in den Öffis - und nach dieser Verordnung richte man sich.

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Nepp bezeichnete die Wiener Linien in einer Reaktion auf Twitter außerdem als "Vorfeldorganisation" der SPÖ. "Politischer Auftrag von Ulli Sima?", fragt er in dem Posting.

Die FPÖ verweist außerdem auf ein Pressefoto, das Öffi-Stadträtin Ulli Sima und den Donaustädter Bezirkschef Ernst Nevrivy (beide SPÖ) in der U2-Station Seestadt zeigt: Ebenfalls nach der Entwertersperre, und ebenfalls ohne Maske.

Aufgenommen wurde das Bild zwar im Jahr 2017. Erneut augeschickt wurde es aber am 31. August dieses Jahres - um die Taktverdichtung zu bewerben. 

Wiener Linien kontern

Die Wiener Linien und Ulli Sima haben inzwischen nachgelegt: "Wer einen Fahrschein erwerbe, der akzeptiere auch die Beförderungsbedingungen", sagt ein Sprecher im Gespräch mit dem KURIER. Und ein Ticket habe Vizebürgermeister Nepp ja hoffentlich gehabt.

Und auch Sima hat sich zu Wort gemeldet: "Vorbildwirkung ist für manche PolitikerInnen offenbar ein Fremdwort", lässt sie via Instagram wissen.

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"Gerade als Vize-Bürgermeister sollte man mit gutem Beispiel voran gehen und sich um das Wohl der BürgerInnen kümmern", heißt es in dem Posting weiter.

Daneben zu sehen: eine Fotomontage von Nepp - einmal mit und einmal ohne Maske - sowie dem Zusatz "Let me fix that for you."

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