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Bilanz
08/05/2021

Kongressstadt Wien erholt sich: 60.000 Gäste erwartet

Erste Bilanz: Im Mai gestartete Meeting-Förderung bringt Großveranstaltungen in die Stadt.

von Agnes Preusser

Für den Kongresstourismus in Wien keimt Hoffnung auf. Grund dafür ist eine erste Bilanz des im Mai geschaffenen „Vienna Meeting Funds 2021–2023“, die dem KURIER vorliegt. Diese Förderung der Stadt soll wieder Kongresse und Firmentagungen nach Wien holen.

Trotz der erst kurzen Laufzeit ist bereits ein Viertel des vier Millionen Euro schweren Fördertopfs ausgeschöpft. Umgerechnet bedeutet das, dass bis 2023 rund 60.000 Kongressteilnehmer nach Wien kommen werden.

Große Medizinkongresse wie die „Eurospine 2021“ im Oktober in der Messe planen bereits mit mehr als 2.000 Teilnehmern vor Ort und 400 virtuell zugeschalteten. Zum „HR Inside Summit“, der ebenfalls im Oktober angesetzt ist, sollen 2.000 Gäste in die Hofburg kommen.

Hohe Wertschöpfung

Dass die Stadt so viel Geld – eben vier Millionen – für Kongresse in die Hand nimmt, lässt sich anhand der Wirtschaftsdaten erklären: Vor der Pandemie sorgten Kongresse für eine Milliarde Wertschöpfung pro Jahr.

Im Jahr 2018 sicherte dieser Sektor in Wien 21.000 Ganzjahres-Arbeitsplätze. Zu diesen Werten will man nun wieder zurück. Die Veranstaltungen, die durch die erste Million des Fördertopfes subventioniert werden, lösen heuer und in den kommenden beiden Jahren eine Wertschöpfung von 126 Millionen Euro aus, sagt Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke (SPÖ).

Auch das lang aufgebaute positive Image soll nicht verloren gehen. Laut den aktuellsten verfügbaren Daten der International Congress and Convention Association (ICCA) war Wien im Jahr 2018 mit 172 Kongressen die zweitbeliebteste Kongressstadt der Welt. Nur in Paris gab es mit 212 Meetings noch mehr.

Spendable Gäste

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor ist, dass bei Kongressgästen das Geldbörsel besonders locker sitzt. Während ein durchschnittlicher Tourist pro Tag 276 Euro ausgibt, sind es bei Kongressgästen mit 541 Euro fast das Doppelte.

Norbert Kettner, Direktor des Wien Tourismus, traut sich nach dieser ersten Bilanz jedenfalls, mit „berechtigter Hoffnung in die Zukunft zu blicken“. Das Tagungsgeschäft habe „eine starke Hebelwirkung für den Tourismus und für weitere Branchen wie den Zuliefersektor“.

Die Förderung kann für nationale und internationale Meetings beantragt werden, die bis 31. Dezember 2023 stattfinden. Richtlinien unter www.vienna.convention.at

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