Chronik | Wien
29.11.2018

Ist Austro-Terrorist Mohamed Mahmoud tot?

Laut unbestätigten Meldungen starb der mutmaßliche Terrorist bei Luftangriff in Syrien.

Aus dem Jahr 2017 gibt es das letzte Lebenszeichen des Austro-Dschihadisten Mohamed Mahmoud. In den vergangenen Jahren wurde er mehrfach für tot erklärt, deshalb sind derartige Meldungen immer mit Vorsicht zu genießen. Der Mann, der unter dem Kampfnamen Usama al-Gharib (nach seinem Vorbild Osama bin Laden) auftritt, soll laut unbestätigten Meldungen bei einem Luftangriff der Koalition gegen den IS in Syrien ums Leben gekommen sein. Nähere Details dazu sind unbekannt, auch eine offizielle Erklärung dazu gibt es nicht.

 

Gegen Mahmoud wird in Wien wegen neunfachen Mordes ermittelt. Im Sommer 2015 wurden acht Kämpfer des Islamischen Staates in Rakka zusammengetrommelt, um ein Mord-Video zu drehen. Im August 2015 sorgte dieser blutige Film in Österreich und Deutschland für enormes Aufsehen, denn Mahmoud und eine Kampfkamerad erschießen darin zwei Menschen in der syrischen Stadt Palmyra.

Als Organisator des gesamten Videodrehs bezeichnet später Kronzeuge Harry S. "den Österreicher". Mohamed Mahmoud habe das alles geplant, sagte er bei seinem Prozess in Deutschland. Insgesamt seien es sogar neun Soldaten gewesen, die getötet wurden, nicht nur zwei wie in dem Video zu sehen. Am brutalsten von allen sei dabei Mahmoud vorgegangen, er habe die meisten Tötungen persönlich ausgeführt, behauptet S.

Mahmoud gilt als einer der Propagandisten des IS. Er hatte in Rakka eine Abteilung mit aufgebaut, die Terroristen auf deutsch anwerben sollte, etwa mit einem IS-Magazin. Auch heiratete er eine IS-Fanatikerin, die mehrere Bücher über den Aufbau von Propaganda schrieb.

Seine Familie lebt bis heute in Wien, hat sich aber mehrfach von ihm distanziert. Sein Vater erklärte gegenüber dem KURIER, dass er sich von ihm lossagt: "Uns interessiert nicht mehr, was er macht."