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Chronik Wien
12/20/2021

Handydaten vom Shoppingwochenende: Mehr Passanten als vor der Krise

Samstag und Sonntag pilgerten mehr Österreicher auf die Kärntner Straße als vor der Pandemie.

von Agnes Preusser

Im Vorfeld wurde schon viel über das große Einkaufswochenende inklusive der geöffneten Geschäfte am Sonntag gesprochen. Politik und Handelsvertreter haben vehement auf die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts hingewiesen. Aber wie viele Menschen sind dem Aufruf tatsächlich gefolgt und haben sich in das Getümmel begeben? Aufschluss geben die Ergebnisse der A1-Mobilfunkdatenanalyse, die dem KURIER vorliegen.

Dabei zeigt sich ein positives Bild für den Handel: Rechnet man die Touristen (ausländisches Netz) weg, spazierten am Samstag schon wieder mehr Passanten in der Kärntner Straße als am vergleichbaren Samstag im Dezember 2018 – die Österreicher waren also mehr unterwegs als vor der Krise. In der Kärntner Straße wurden konkret am Samstag 66.000 Passanten und am Sonntag 56.600 Passanten verzeichnet, jeweils zwischen 10 und 19 Uhr.

Wenn man die jeweiligen Tageswerte mit den Mittelwerten eines ganzen Jahres vor der Pandemie vergleicht, zeigt sich, dass die Frequenz auf der Kärntner Straße trotz fehlender Touristen überdurchschnittlich war. Das bedeutet: An einem Samstag sind durchschnittlich 48.000 Menschen auf der Kärntner Straße unterwegs, vergangenen Samstag waren es also um 18.000 mehr.

Am Sonntag haben sich die Werte fast verdoppelt. Auf der Mariahilfer Straßen lagen sie mit 50.000 und 30.000 Passanten am Samstag bzw. Sonntag noch leicht unter dem Schnitt. Die meisten Menschen sind am Sonntag übrigens zwischen 13 und 15 Uhr angereist.

Gutscheine gewinnen

Für Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, zeigte sich, dass „die Wiener dem stationären Handel die Treue halten“. Auch die „illegale Demonstration hat durch das deeskalierende Vorgehen der Polizei zu keinen wesentlichen Störungen geführt“.

Die Einkaufsstraßen hätten allerdings aufgrund der geschlossenen Gastronomie einen großen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Nachbarbundesländern gehabt, „den wir aber sehr gut kompensieren konnten.“ Einen großen Beitrag hätte laut Ruck dabei die Aktion Wiener Weihnachtszuckerl geleistet: Gemeinsam mit der Stadt hat die Kammer eine Lotterie ins Leben gerufen.

Jetzt Rechnung einreichen

Jeder kann bis zum 31. Dezember Rechnungen vom Einkaufswochenende unter wiener-weihnachtszuckerl.at einreichen, um mit ein bisschen Glück Geld in Form eines Gastrogutscheins zurückzubekommen. In Summe befinden sich im Lotterietopf vier Millionen Euro.

Seit gestern kann eingereicht werden. Genaue Zahlen lagen am Montag noch nicht vor, aber der „Andrang sei sehr hoch“, heißt es aus der Kammer.

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