Großdemo zieht durch Wien: Brandreden gegen Israel
Trotz Regen und Kälte kamen am Samstag um 14 Uhr zirka 4.000 Menschen beim Christian-Broda-Platz zusammen, um gegen die Teilnahme Israels am Song Contest zu demonstrieren. Eine Stunde lang hielten Aktivisten Reden - auch der palästinensische Botschafter, Abdel Shafi, sprach zu den Demonstranten. Gerade von einem Land, das am Holocaust beteiligt war, würde man sich erwarten, dass es jetzt nicht die Augen vor dem Genozid in Gaza verschließt, sagte Shafi.
Immer wieder wird auch Russland als Vergleich herangezogen: "Russland wurde nach dem Start des Angriffskriegs auf die Ukraine sofort vom Contest ausgeschlossen. Israel darf weiter mitmachen, obwohl es gar nicht in Europa liegt", sagt eine Aktivistin zum KURIER. Die Pensionistin ist extra für die Demo aus Deutschland angereist.
Die Demo zieht jetzt über die Äußere Mariahilfer Straße weiter. Vorneweg tragen Aktivisten ein hundert Meter langes Plakat, auf dem Namen von Opfern im Gazastreifen zu lesen sind.
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Es ist verboten das Gesicht zu vermummen oder eine FFP3- Maske zu tragen, weil die Polizei den Protest mit Kameras aufzeichnet.
Der KURIER ist vor Ort und berichtet laufend.
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