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Chronik Wien
09/11/2021

Gersthofer Platzl findet endlich seinen Platz

Das umgebaute Gersthofer Platzl wird eröffnet. Der Weg dorthin war nicht einfach. Die Geschichte über das grüne Prestigeprojekt.

von Nina Oezelt

Endlich ist es so weit: Am Samstag, den 11. September wird der umgebaute Gersthofer Platz in Währing feierlich eröffnet. Die Blasmusik der Universität für Bodenkultur sorgt für die musikalische Untermalung. Und die Gruppe spaziert dafür ab 9.30 Uhr vom Türkenschanzpark bis zum Platzl.

Eine Fotoausstellung zeigt vor Ort von 9 bis 11 Uhr die Veränderungen im Laufe der Zeit auf - unter dem Titel "Gersthof einst und jetzt". Um 10 Uhr folgt eine offizielle Eröffnung mit Ansprachen der grünen Bezirksvorstehung Silvia Nossek und der Verkehrsstadträtin Ulli Sima (SPÖ). Das Fest wird gemeinsam mit den Initiatioren Agenda "Lebenswertes Gersthof" organisiert.

 

Gratis Blumen und Tanzen am Gersthofer Platzl

Für Menschen, die zu Fuß gehen, gibt es Blumengrüße und für Kinder ein Tanzprogramm bei der Bäckenbrünnlstiege. Im gegenüberliegenden Café Mocca (18., Gersthofer Straße 2a) tut sich auch einiges: Um 13 Uhr tritt das orientalische Jazz-Trio Turumtay Zaric Denk auf, um 15 Uhr spielt die österreichische Cellistin Marie Spaemann, um 17 Uhr tritt Albin Paulus mit Maultrommel und Dudelsack auf und um 19 Uhr gibt das Alex Miksch Trio sogenannte Wiener Dialektlieder zum besten. Gersthof soll den neu-gewonnenen Platz feiern. 

Die Feier soll deswegen so ausgiebig sein, weil der Weg zum Umbau so lang war: Eigentlich hätte bereits 2019 gebaut werden sollen. Doch die Grünen und die Neos hatten nicht genug Stimmen im Finanzausschuss des Bezirks. Die beiden Fraktionen hatten im Ausschuss gemeinsam nicht genügend Stimmen, um ihn auch zu genehmigen.

Die Bezirksvertretungswahl im Oktober 2020 änderten die Regeln.

Die Grünen bekamen dank ihren 10,6 Prozentpunkten einen Sitz im Finanzausschuss dazu. 5 Mandatare des 12-köpfigen Gremiums stammen von den Grünen, einer von den Neos. Die Grünen und die Neos stimmten für den Umbau und bekamen sechs Stimmen. Der Vorsitzende des Ausschusses, der grüne Klubchef Marcel Kneuer, entschied sich natürlich auch für den Umbau. Und siehe da - acht Monate später wird der umgebaute Platz gefeiert. 

Pflanzenbeete wurden gepflanzt, außerdem gibt es die mittlerweile stadtbekannten Sitzgelegenheiten und einen Trinkbrunnen. Die schmalen Gehsteige wurden verbreitet, dadurch werden in Zukunft die Querungen über die Gersthofer Straße kürzer und sicherer. Außerdem sorgt in der Gentzgasse die Fahrbahnanhebung zwischen Marktgeschäften, Straßenbahnstationen und Supermarkt für mehr Sicherheit. Die fünf großkörnigen Ulmen werden erst im Spätherbst gepflanzt und auch ein Bücherschrank wird noch folgen.

Veränderungen zugunsten der Passanten 

Wie groß die Veränderung ist, lässt sich laut Bezirk am besten beim Übergang von Markt und Straßenbahnstationen zum gegenüberliegenden Reformhaus Ecke Wallrißstraße beobachten: Wo sich früher Menschen nah am Fahrbahnrand drängen mussten, in Konkurrenz mit den Wartenden, den Ein- und Aussteigenden in der 10A-Station und jenen, die einfach nur vom Markt kommend die Gersthofer Straße weitergehen wollten, gibt es jetzt  Platz für alle.

Fahrbahn-Aufdopplungen entschärfen die Gefahrenzone in der Gentzgasse beim Übergang zwischen Straßenbahnstation und Billa sowie dem Übergang beim Tchibo. Und die neue 10A-Station ist mit einer Wartehalle ausgestattet, so dass die Fahrgäste bei Schlechtwetter nicht mehr im Freien stehen müssen.

Durch die straßlichen Veränderungen soll Währing ein neues Zentrum bekommen und als Bezirk zusammenwachsen. Der nächste Streich ist der erste Gersthofer Straßenmarkt, für den man sich auch beim Eröffnungsfest anmelden kann. Der Flohmarkt wird am Samstag, 18. Sepember, von 10 bis 14 Uhr in der Salierigasse 35–41 stattfinden.

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