Freie Fahrt für Koalitionskrach in Wien: Straßen oder Parks öffnen?

Welche Straßen für Fußgänger geöffnet werden, ist noch unklar. Wie das aussehen könnte, zeigt dieses Bild vom gesperrten Ring – damals für eine Demonstration .
SPÖ und Grüne teilen ein Ziel: mehr Platz für Fußgänger. Bei den Maßnahmen scheiden sich die Geister.

Die Unterschiede zwischen SPÖ und Grünen nicht zutage treten. Während die  Roten – von Bürgermeister Michael Ludwig abwärts – seit Tagen die Öffnung der Bundesgärten in der Hauptstadt fordern, preschte die grüne  Vizebürgermeisterin Birgit Hebein am Wochenende mit einem Aufreger vor: Sie will bestimmte Straßenzüge für Autos sperren lassen und für Fußgänger freigeben.

Thomas Reindl,  Gemeinderatsvorsitzender der SPÖ, bezeichnete das umgehend als „Schwachsinn“. Am Montag legte SPÖ-Landesparteisekretärin Barbara Novak nach: Hebein solle als „wichtigste Frau“ bei ihren Parteikollegen im Bund ihren  Einfluss  für die Öffnung der Parks geltend machen. Hebein konterte: „Sich an der frischen Luft zu bewegen, darf kein Privileg für Menschen werden, die am Stadtrand wohnen“, schrieb sie.

Das zeigt: Nicht nur das Match Bund gegen Stadt nimmt wieder an Fahrt auf. Sondern auch Querelen innerhalb der Stadtregierung treten zutage. Querelen, die  Potenzial haben, zu einem handfesten Koalitionskrach auszuarten. Sollte Hebein im Alleingang Fahrverbote verordnen, könnte sie Ludwig notfalls per Veto verhindern.

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