Der Pilotversuch Schulstraße ist aus Sicht der Stadt geglückt

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Chronik | Wien
05/24/2019

Diese drei Wiener Schulen sperren ab Herbst Eltern-Taxis aus

Vor Schulen am Alsergrund, in Simmering und in Meidling gelten nach den Sommerferien temporäre Fahrverbote.

Die Volksschule Vereinsgasse in der Leopoldstadt hat bereits eines: ein temporäres Fahrverbot vor Unterrichtsbeginn. Im Herbst bekommen drei weitere Wiener Schulen ein solches – konkret jene in der Gilgegasse am Alsergrund, in der Fuchsröhrengasse in Simmering und in der Deckergasse in Meidling.

Nach den Sommerferien gilt dort an Schultagen morgens 30 Minuten vor dem Läuten der Schulglocke ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge. Fahrverbotsschilder machen darauf aufmerksam, zusätzlich wird der Straßenabschnitt in dieser Zeit abgesperrt.

Ziel der Maßnahme – auch Schulstraße genannt – ist es, das Verkehrsaufkommen vor Schulen und den Eltern-Bringverkehr zu reduzieren. Denn jeder fünfte Pflichtschüler wird mittlerweile im Auto zum Unterricht gebracht.

Auch nachmittags abgeriegelt

Was die Chauffeure laut Experten dabei übersehen: Die vielen Autos vor den Schulen steigern das Unfallrisiko erheblich. Immer mehr Schulen und Kommunen sagen den Eltern-Taxis daher den Kampf an.

Die Ganztagsvolkschule in der Fuchsröhrengasse wird Autos und Motorräder nicht nur morgens, sondern auch am Nachmittag aussperren. Eine halbe Stunde vor Schulschluss, zwischen 15.30 und 16 Uhr, wird ebenfalls ein Fahrverbot für Kraftfahrzeuge gelten.

Vom Test zur Dauereinrichtung

Wie sich Schulstraßen bewähren, hat die Stadt rund um die Volksschule Vereinsgasse im zweiten Bezirk in einem Pilotversuch erprobt.

Autos und Motorräder dürfen dort seit September eine halbe Stunde rund um den Unterrichtsbeginn weder in die Gabelsberger- und einen Teil der Vereinsgasse  hinein- noch herausfahren. Nach rund zwei Monaten Testphase zeigt sich die Stadt zufrieden und erklärte die Schulstraße im November zur Dauereinrichtung.

Schul-Leitungen, Elternvereine und Bezirke, die diesem Beispiel folgen wollten, konnten sich daraufhin bei der Mobilitätsagentur melden – rund 25 Anfragen langten ein.