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Chronik Wien
11/05/2020

Corona: Wien baut seine Testkapazitäten aus

Hacker kündigt dritte Teststraße an.  Demnächst starten die Untersuchungen in den ersten drei Checkboxen.

von Josef Gebhard

Angesichts der stetig steigenden Neuinfektionszahlen weitet die Stadt Wien ihre Testangebote aus. So soll es demnächst eine dritte Teststraße geben, kündigt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) an. Noch sei allerdings offen, wo sie angesiedelt sein wird, wie ein Sprecher betont.

Die erste Teststraße wurde im August beim Happel-Stadion eröffnet, primär um Reiserückkehrer zu überprüfen. Bis 2. November wurden dort 76.359 Tests durchgeführt, wovon 5,5 Prozent positiv waren.

Ende September kam noch eine Einrichtung an der Floridsdorfer Brücke dazu – gedacht für Personen mit leichten Symptomen. Die Bilanz dort: 19.187 Tests, davon 10,4 Prozent positiv. Beide Angebote sind kostenlos und täglich von 6 bis 21 Uhr in Betrieb.

Pflegewohnhäuser

Ein großes Testprogramm ist nun auch in den Wiener Pflegewohnhäusern gestartet. Innerhalb der kommenden neun Tage sollen alle 17.000 Bewohner mit Schnelltests durchgetestet werden. Der Hintergrund: Bei den älteren Heimbewohnern handelt es sich hinsichtlich einer Corona-Infektion um eine besonders vulnerable Gruppe.

Ziel ist es, in den 90 Einrichtungen täglich bei rund 2.000 Personen einen Abstrich durchzuführen, dessen Auswertung in wenigen Minuten abgeschlossen ist. Ein positives Ergebnis wird dann mit einem klassischen PCR-Test überprüft.

20 Teams, bestehend aus Sanitätern und Administrationskräften, sind im Einsatz. Sie bekommen nun noch mehr Arbeit, denn die jüngste Verordnung der Bundesregierung sieht vor, dass das Personal von Pflegewohnheimen einmal pro Woche getestet werden muss. Laut Hacker-Sprecher gehe es um rund 10.000 zusätzliche Personen, die getestet werden müssen.

Die Kapazitäten liegen jedenfalls vor, wie der Sprecher betont: Aktuell verfüge Wien über 250.000 Schnelltests (Antigentests), insgesamt sollen zwei Millionen Einheiten angeschafft werden.

Container

Spätestens Anfang kommender Woche gehen auch die ersten drei „Checkboxen“ in Favoriten, Ottakring und der Donaustadt in Betrieb. Das sind Container, in denen Patienten mit der für die Jahreszeit typischen Erkältungssymptomen einen Schnelltest durchführen lassen können. Zumindest in der Testphase ist keine Terminvereinbarung erforderlich. Ende November soll es Wien-weit 30 Container geben, damit jeder Wiener zu Fuß eine Teststation erreichen kann.

 

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