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Chronik Wien
09/20/2020

Corona-Kontrollen bei Party-Hotspots: 100 Menschen zu viel in Lokal

Polizei und Magistrat überprüften in Wien 26 Betriebe. Die Naivität einiger Besuchern und Betreiber sei erschreckend, heißt es.

Corona-Ansteckungen bei Freizeitaktivitäten - etwa Lokalbesuchen - haben zugenommen. Das Wort "Party-Cluster" war zuletzt in aller Munde. Und verstärkte Kontrollen sind angekündigt worden.

Die Polizei und die Stadt Wien haben daher in vier Nächten - zuletzt am Wochenende - bei bekannten Party-Hotspots kontrolliert. Besonderes Augenmerk legten sie auf die Einhaltung der geltenden Corona-Maßnahmen und Sicherheitsauflagen. Insgesamt gab es vier Schwerpunktaktionen in 26 Betrieben. Welche Clubs und Bars genau kontrolliert wurden, wurde nicht bekanntgegeben.

"Erschreckend"

Was die Kontrolleure hier sahen, gefiel ihnen gar nicht. In vielen Clubs und Lokalen zeigte sich laut Aussendung der Polizei dasselbe Bild: Überschreitung der vorgeschriebenen Personenanzahl, kein Mund-Nasen-Schutz, dichtes Gedränge auf den Tanzflächen, Konsumation von Getränken und Speisen an der Bar und auf den Tanzflächen.

„Die Naivität von einigen Gästen und Betreibern in der aktuellen Situation ist teilweise erschreckend“, sagte Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen im Rathaus.

Laut Polizei musste in "vier Fällen der vorgeschriebene Fassungsraum gemäß COVID-Lockerungsverordnung hergestellt werden". Das heißt: In den Lokalen war es zu voll.Noch bis Montag, 0.00 Uhr, gilt eine Obergrenze von 50 Personen.

In einem Lokal wurden mehr als 100 Personen zu viel gezählt. In drei weiteren Betrieben wurde noch weit nach der festgelegten Sperrstunde um 1 Uhr gefeiert. Hier mussten die Betriebe zwangsweise geräumt werden.

Beleidigungen

Das großteils junge Publikum in den Lokalen zeigte sich mit den aber Kontrollen nicht einverstanden. In einem Fall versuchte ein Türsteher, den Kontrolleuren den Eintritt in das Lokal zu verwehren. Die Polizei schritt ein.

Die Gäste äußerten ihren Unmut. Wohl zu heftig. Die Polizei verhängte wegen Beleidigung der Kontrollorgane elf Verwaltungsanzeigen. Weiter sechs Anzeigen setzte es wegen ungebührlicher Lärmerregung.

Die Exekutive legte außerdem noch 48 Anzeigen wegen Verstößen gegen Sicherheitsauflagen wie versperrte Fluchtwege sowie blockierte oder funktionslose Brandschutztüre. Außerdem setzte es Strafen wegen Verstößen gegen die Gewerbeordnung oder das Preisauszeichnungsgesetz.

„Wir sind in einer kritischen Phase der Pandemie“, sagt der Wiener Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl. Illegal abgehaltene Veranstaltungen und Partys, die das Virus verbreiten, dürften keinen Platz haben.

Polizei und Stadt Wien werden die Kontrolltätigkeit gemeinsam konsequent fortsetzen, heißt es.

Regeln werden verschäft

Ab Mitternacht gelten übrigens die Verschärfungen der jüngsten „COVID-19-Maßnahmenverordnung“. Den Namen Lockerungsverordnung hatte diese wohl ob dieser strengeren Regelungen verloren.

Die neuen Regelb treten Montag, 0.00 Uhr in Kraft. Ab dann dürfen maximal zehn Personen pro Tisch zuzüglich minderjähriger Kinder Platz nehmen. Wie bereits jetzt für das Personal gilt ab morgen auch für Kunden MNS-Pflicht, wenn sich diese nicht am Sitzplatz befinden.

Die Indoor-Sitzplatzpflicht gilt bereits seit Montag. Außerdem gibt es künftig keine Ausnahmen mehr für geschlossene Veranstaltungen, die allgemeine Sperrstunde für Gastronomie und Veranstaltungen ist um 1 Uhr.

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