Mallorca

© REUTERS/ENRIQUE CALVO

Chronik Welt
07/07/2021

Wo die Infektionszahlen wieder steigen und was das bedeutet

In einigen (Urlaubs)-Ländern Europas erreichen die Inzidenzen wieder alarmierende Spitzen. Doch die Zahl alleine ist nicht mehr alles.

Die jüngsten Bilder aus Europa sind verlockend: gut gefüllte Fußballstadien, Menschen auf Sandstränden oder bei Musikveranstaltungen. Weit weg scheinen da manchmal schon die schwierigen Pandemie-Monate. Doch so einfach ist es nicht.

Durch die weitreichenden Lockerungen während der Ferienzeit und durch die ansteckendere Delta-Variante des Coronavirus' steigen mancherorts allmählich auch wieder die Infektionszahlen. Das wurde von vielen Experten zwar erwartet und auch in Kauf genommen, so mancher Wert sorgt dennoch für einen ungläubigen Blick. An der Spitze der Tabelle mit der aktuell weltweit höchsten Sieben-Tages-Inzidenz liegen die Seychellen mit einem Wert von 737,2  - aufgrund der Kleinheit und geringen Bevölkerungszahl der Insel ist dies nicht ganz so aussagekräftig. 

Besorgniserregender ist da schon der Blick auf die Nummer drei: Zypern. Das Urlaubsland verzeichnet eine Inzidenz von 437,5 je 100.000 Einwohner. Als zweites europäisches Land in die wenig rühmliche Top-10-Liste der Hotspots hat es Großbritannien geschafft. Im Königreich, wo die Delta-Variante besonders stark wütet, liegt die Inzidenz bei 271,4. in einigen Regionen des Landes wie etwa in Nordostengland liegen die Werte jenseits der 400er-Marke.

Dabei hat das Land die größten Öffnungsschritte noch nicht vollzogen. Mit 19. Juli soll die Rückkehr zur Normalität Realität werden. Dann sind Masken in öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr verpflichtend und in Innenräumen von Lokalen kaum noch Einschränkungen vorgesehen.

Die Kritik am Vorgehen der Regierung von Premier Boris Johnson ist groß, wenngleich die britische Regierung relativiert: "Die Impfstoffe wirken, sie sind unser Schutzwall", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben."

Die Inzidenzen seien nicht mehr der einzig relevante Parameter, erklärte er, wichtiger seien die Hospitalisierungen und Todesfälle. Und dort steigt die Zahl dank des Impffortschritts nicht mehr so rasant wie noch im vergangenen Winter.

Aktuelle Sorgenkinder in Europa neben Großbritannien und Zypern sind auch wieder Spanien und Portugal, wo die Sieben-Tages-Inzidenzen ebenfalls wieder in den roten Bereich wandern. In Katalonien etwa, mit der Touristenmetropole Barcelona, übersprang der Wert wieder die 300er-Marke.

In der folgenden Grafik können Sie über die Suchmaske die Inzidenzen mehrerer Länder miteinander vergleichen.

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