© via REUTERS/U.S. National Park Service

Chronik Welt
10/08/2020

"Bauch schleift fast am Boden": "Jumbo Jet" ist der fetteste Braunbär

Das mindestens 630 Kilogramm schwere Tier konnte sich gegen dicke Konkurrenz durchsetzen.

Sein Bauch soll fast den Boden streifen, nach all den Lachsen, die er diesen Sommer gefressen hat. Auf mindestens 630 Kilogramm schätzen ihn seine Ranger – ein formidables Kampfgewicht. „Jumbo Jet“ hat es geschafft, er ist der fetteste Bär in seinem Katami-Nationalpark in Alaska und kann sich nun den "Fat Bear-Award“ in seine Winterschlaf-Höhle stellen. Er setzte sich in dieser Saison gegen Anwärter Nummer 32 mit dem vielsagenden Beinamen "Chunk" (zu deutsch "Brocken") durch. Dabei hatte auch Chunk ordentlich zugelegt:

Bild links: © Fat Bear Week

Bild rechts: © Fat Bear Week

Bär 32 aka Chunk hat ordentlich zugelegt

Zwölf Braunbären waren in dem Nationalpark eine Woche lang im Rennen, beim Finale der letzten beiden Kandidaten wurde „Jumbo Jet“ mit gut 68 Prozent der Stimmen zum klaren Gewinner. Der "Graf der Üppigkeit" sei zum Champion gewählt worden, teilte der Nationalpark im nördlichsten US-Staat mit. Jumbo Jet werde nun "fett und fabelhaft" in den Winterschlaf ziehen.

Das genaue Gewicht des über 16 Jahre alten Männchens ist nicht bekannt, im vorigen Jahr schätzten die Ranger rekordverdächtige 630 Kilogramm. In diesem Sommer habe der Bär so viele Lachse verspeist, dass er den Rückstand auf die Vorjahressiegerin aufholen konnte.

Bären mögen das Wasser

Essen ist wichtig

Ein Bär, der sich wäscht

Auch ein Bär, aber ein menschlicher

2019 war "Holly" zur fettesten Braunbärin im Katmai-Nationalpark gekürt worden. "Sie ist fett, sie ist fabelhaft", gratulierten damals die Ranger dem stattlichen Pelztier, doch ihren Titel konnte das Weibchen in diesem Jahr nicht verteidigen.

Zum sechsten Mal veranstaltete der Park im Südwesten von Alaska die "Fat Bear Week". Online konnten Besucher und Bären-Fans eine Woche lang Vorher-Nachher-Fotos anschauen und für ihre Favoriten stimmen.

Im Frühjahr sind die Bären noch mager, bis zum Herbst haben sie sich Fettreserven für den Winterschlaf angefressen. Mit dem "Fat Bear"-Wettstreit will der Park über das Ökosystem und den Lebensraum der über 2.000 Braunbären in der Region informieren.

Und wenn er angreift?

Ein ausgewachsener Braunbär verschlingt im Herbst täglich bis zu 20.000 kcal Futter – das entspricht 25 Stücken Butter oder 38 Kilogramm Beeren. Danach hält das Tier Winterruhe.

Falls Sie ein Bär angreift, gilt weitestgehend folgende Empfehlung: Ergeben Sie sich, lassen Sie sich auf den Boden fallen und stellen Sie sich tot. Sinnvoll ist es, sich flach auf den Bauch zu legen oder einzurollen, die Hände zum Schutz in den Nacken zu legen und völlig still zu bleiben.

Attackiert der Bär Sie trotzdem, betrachtet er Sie als Nahrung. Das ist eine unangenehme Situation. Verteidigen Sie sich mit aller Gewalt. Nase und Augen sind die empfindlichsten Stellen im Gesicht eines Bären.

 

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